14.06.2015

Sexismus im Handwerk
Im Handwerk arbeiten Menschen, wenn nicht auf Großbaustellen oder bei Neubauten, häufig vor Ort oder in den Wohnungen privater Auftraggeber*innen.
Leider haben manche Auftraggeber*innen Vorurteile, dass Arbeiter*innen, die nicht in Deutschland ausgebildet sind, schlechter arbeiten würden als ihre Kolleg*innen mit Ausbildung in Deutschland. Oft befürchten sie auch unbegründet Diebstähle, Pfusch u.ä. Straftaten. Diese Kunden gibt es vor allem in eher ländlichen Gebieten, in denen das Zusammenleben mit Migrant*innen noch nicht alltäglich geworden ist. Leider akzeptieren die örtlichen Betriebe häufig diese Abneigung der Kunden, was dazu führt, dass Jugendliche oder Erwachsene mit Migrationshintergrund nur selten die Möglichkeit bekommen, eine Aus- oder Weiterbildung in diesen Betrieben zu machen. Sie werden diskriminiert. Über ihre Zukunft in handwerklichen Unternehmen entscheiden Überlegungen wie: „Warum soll ich nicht den Jungen aus dem Dorf einstellen?“, „Wie sollen wir mit so jemandem zu den Kunden gehen?“, „Wir hätten dann jemanden für die Drecksarbeit“ und weitere würdelose Aussagen, die man in kleineren Handwerksfirmen häufig hören kann.


Auch Frauen geht es in diesem Berufsfeld leider oft ähnlich. Sie wären „zu schwach, um Maschinen zu führen.“ Sie würden „schwanger werden“ und dann „nichts mehr leisten können.“ (In Prüfungen werden Auszubildende, die keine „Männer“ sind, teils absichtlich vor Aufgaben gestellt, die für sie (z.B. wegen unzureichender Größe) unlösbar sind. Andere bekommen Tätigkeiten zugeschrieben, die ein traditionelles weibliches Rollenbild bedienen und auch nicht das eigentliche Handwerk betreffen (z.B. kehren, putzen, sortieren))Die handwerklichen Berufsfelder sind männlich dominiert und bieten Frauen wenig Möglichkeiten. Für Frauen, kritische Menschen und „Ausländer“ kann es auch solche Arbeiten geben: Den Hof kehren, Kabel sortieren, Werkstatt putzen, Baustelle putzen etc., .. . Keine wirkliche Arbeit wo man diesen Beruf genauer kennen lernt. Hier ist die Stelle gekommen wo Firmenchefs jetzt sagen würden: Was soll sie denn machen? Sie weiß doch nichts wie was funktioniert.
Tja, anstatt etwas zu erläutern wird die „billige Arbeitskraft“ ausgenutzt.
Manchmal treten auch Widersprüche zutage.
Es kann morgens bei der Arbeitsbesprechung zugehen wie beim Stammtisch. Die Arbeits-aufträge werden vorgestellt und den Lehrlingen zugewiesen und einer beschwert sich. „ Ich möchte nicht zu den Türken, deren Wohnungen stinken alle“.

„Gerede aufm Bau“
Beim Neubau eines Hauses kommen mehrere kleine und preiswerte Firmen zum Zuge, denn der Bau muss so günstig sein wie es nur geht. Es wird versucht, überall zu sparen.
Sabotage auf dem Bau
Es kann Fälle geben, wo Handwerker sich gegenzeitig sabotieren.
(z.B Kabel durchschneiden, Tapeten anschneiden, dass sie Wasser aufsaugen, usw )
Sie machen Schäden und behaupten die andere Firma wäre es gewesen. Grund: Sie kommen aus Polen. Und wenn sie keine Versicherung haben, werden sie dann evtl. von der Baustelle entlassen und eine „empfohlene deutsche“ Firma an ihrer Stelle eingesetzt.
Auf der Baustelle wird man regelmäßig mit Vorurteilen konfrontiert: „Die“ klauen hier unser Werkzeug und das mit dem kaputten Fenster wäre mit einer „deutschen“ Firma natürlich nicht passiert.
Sexismus auf der Arbeit/Schule
Wen man in einer Firma ist verbringt man notgedrungen viel Zeit miteinander, teils 8-10 Stunden täglich.
Es entstehen Gespräche oder Konflikte. Weil „die Frau“ nicht die 50kg schwere Hilti in den 6-9 Stock tragen könne, noch die Leiter, den Staubsauger, die Kabeltrommel, die Werkzeugtasche, den Akkuschrauber und noch Befestigungsmaterial im Sommer bei 36(Grad).
Wen die Frau um Hilfe bittet, wird sie ausgelacht. (Nehmen mal an eine durchschnittliche Frau fängt eine Ausbildung/Praktikum an und ist 16-18 Jahre alt) Wenn hier eine soziale Arbeit ebene existieren würde und die Vorurteile und Diskriminierungen abbgebaut sind, wäre dies alles kein Problem.
Ich als „Mann“ werde als bekennender Nazi-Gegner in einer „Dorffirma“ verspottet: Zitat „ du bist doch so ein linker xxxx, wenn du dieses Asyl pack haben willst dann kannst du auch wie die Leben und die scheiß Arbeit machen.“
In der Schule bei Lehrgängen ist Mensch eine Woche auf engstem Raum zusammen.
Frauen haben die Möglichkeit ein eigenes Zimmer zu bekommen, dies hat meist ein eigenes Bad. Daher müsste die Frau nicht in die Sammel-Duschen. Aber wenn ihre Dusche/Toilette kaputt ist, weil sie in abriss/Abbau arbeiten waren/sind und es sich nicht mehr lohnen würde dieses zu reparieren, dann hat die „Frau“ ein Problem.
Wenn sie dann eine dieser Duschen benutzen will könnte es ja dazu kommen das ein „Mann“ auch duschen gehen möchte. Die Frau hat nur mit ein Handtuch um sich herum und er greift ihr „Aus Spaß“ an die Brust: „Das wollte ich doch nicht, komm schon du willst es doch auch.., . Und so kommt es zu sexuellen Übergriffen auf der Arbeit.
Der Text wird ergänzt.

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