Extremismustheorie

extremismustheorieDie Extremismustheorie beruht darauf, dass "Linksextremismus" als direkter Gegenpol zum "Rechtsextremismus" gilt. Dies basiert darauf, dass sich beide Richtungen von der  politischen Mitte, der Demokratie, abgrenzen. Dabei wird die politische Mitte als Schutz der Demokratie angesehen und Extremismus – egal, in welche Richtung – als Bedrohung derselben.


"Linksextremismus"
"Linksextremismus" definiert sich durch die Grundidee, dass alle Menschen gleich sind. Innerhalb des "Linksextremismus" gibt es viele verschiedene politische Strömungen, zum Beispiel die Ablehnung des Kapitalismus, eine antinationale Einstellung und die Abschaffung einer Klassengesellschaft.

"Rechtsextremismus"
"Rechtsextremismus" definiert sich über die Auffassung, dass der Wert eines Menschen über die Ethnie, Nation und "Rasse" bestimmt wird.
Auch hier gibt es verschiedene Strömungen, zum Beispiel die Befürwortung einer Diktatur, Sozialdarwinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Beide stellen nach der Extremismustheorie einen fundamentalen Widerspruch zum Grundgesetz dar.

Kritik an der Extremismustheorie
Die Extremismustheorie ist in der politischen Praxis nicht anwendbar, da der Unterschied zwischen "Rechts"- und "Linksextremismus" nicht einfach übergangen werden kann.
Außerdem muss zwischen der politischen Einstellung und dem daraus entstehenden Verhalten unterschieden werden.

"Rechtsextremismus"

Einstellung Verhalten
Verschiedene Dimensionen (z. B.
Antisemitismus, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit)
→ Ungleichwertigkeitsvorstellung
Wahlen, Mitgliedschaft, Provokation, Gewaltbereitschaft

     
"Linksextremismus"

Einstellung Verhalten
Verschiedene Dimensionen
(Antikapitalismus, Antifaschismus, Antirassismus)
→ Gleichwertigkeitsvorstellung
Öffentliches Agieren, Demonstrationen,
Provokation, Gewaltbereitschaft (meist Sachbeschädigung)

Einstellungsforschung
Die soziologische Forschung begründet die Entstehung einer rechtsextremen Einstellung dadurch, dass in der heutigen Gesellschaft viele verschiedene Teilgruppen zusammenleben und dadurch eine Ideologie der Ungleichheit entsteht. So entwickelt sich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, was die Gefahr birgt, dass sich der Fokus vieler Rechtsextremen auf eine bestimmte Menschengruppe richtet und Gewalt angewendet wird (wie es auch im Zweiten Weltkrieg der Fall war).

Weiterführende Links:

Kritik an der "Demokratieerklärung" -Antifaschisten weigern sich

Extrem Demokratisch - Plattform gegen das Extremismusdenken

Über die Plattform "Extrem Demokratisch" können auch Projekttage gebucht werden. Eine sehr umfangreiche Seite mit vielen wichtigen Informationen zum Thema.

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