Kleines Lexikon / Glossar
pfeil3 Anarchie pfeil3 Horst-Wessel-Lied
pfeil3 Antisemitismus pfeil3 Hugenberg-Presse
pfeil3 Agitation pfeil3 Imperialismus
pfeil3 Annexion pfeil3 Judenrepublik
pfeil3 Arische Rasse pfeil3 Konzentrationslager
pfeil3 Auschwitz pfeil3 Kabinett der Barone (+geschichtliche Bedeutung)
pfeil3 Autoritär, autoritärer Staat pfeil3 Konstitutionelle Monarchie
pfeil3 Altonaer Blutsonntag pfeil3 Ku-Klux-Klan
pfeil3
pfeil3
Blankoscheck (1914)
Binäre Geschlechterkategorien
pfeil3 Lebensraum
pfeil3 Burgfrieden pfeil3 Militärdiktatur
pfeil3 Chauvinismus pfeil3 Marxistenherrschaft
pfeil3 Dawes Plan pfeil3 Nationalsozialismus
pfeil3 Despotismus pfeil3 Neonazismus
pfeil3 Desinformation pfeil3 Nürnberger Gesetze
pfeil3 Diaspora pfeil3 Organisation Consul (O.C.)
pfeil3 Dreibund pfeil3 Populismus
pfeil3 Dreiklassenwahlrecht pfeil3 Rassismus
pfeil3 Eiserne Front pfeil3
pfeil3
Rechtsextremismus
Reproduzieren/Reproduktion
pfeil3 Entente Cordiale pfeil3 Revisionismus
pfeil3 Endlösung pfeil3 SS-Orden
pfeil3 Erfüllungspolitiker pfeil3 Spartakusaufstand
pfeil3 Faschismus pfeil3 Totaler Krieg
pfeil3 Fraktion pfeil3 Totenkopfverbände
pfeil3 Freikorps pfeil3 Verfassungsfeindlichkeit
pfeil3 Hakenkreuz pfeil3 Zionismus
pfeil3 Harzburger Front pfeil3 ZOG
pfeil3 Hitlergruß    
pfeil3 Holocaust    
pfeil3 Hooligans    
pfeil3 Die Grauen Wölfe    

Anarchie: Die Theorie der Anarchie entstand Mitte des 19.Jahrhunderts. Das Wort Anarchie kommt aus dem griechischen „an-archos“, das heißt „ohne Herrschaft“. Die Anarchie lehnt jede Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ab. In der Anarchie gibt es kein Geld und keinen Besitz. In der Anarchie trägt jeder seinen Teil zur Gesellschaft bei und nimmt sich das, was er zum Leben braucht.

Agitation: Agitation, agitatorisch (lat. Anspornen, antreiben): Verbreitung radikaler Ideen bzw. die systematische aggressive Werbung für diese Propaganda.

Annexion: Annektieren, Annexion (frz. Eingliedern, Eingliederung): Übernahme fremder, nicht staatseigener Gebiete durch Drohung, Gewalt und Krieg und die Angliederung an den eigenen Staat.

Autoritär, autoritärer Staat: (lat. Auctoritas, Ansehen, Bedeutung aufgrund auf Ansehen) Ein autoritärer Staat wird von einer formal demokratischen Regierung geleitet, in dem das Parlament und andere demokratische Instanzen keine Macht mehr gegenüber der Regierung innehaben. Ein Beispiel für einen autoritären Staat dürfte die Weimarer Republik ab dem Jahre 1930 sein. Nachdem das Kabinett Müller (SPD) verabschiedet (gestürzt) worden war, regierten die späteren Kabinette mit Hilfe von Sondergesetzen und der Aushebelung der parlamentarischen Gewalt.

Antisemitismus: Antisemitismus ist der Ausdruck für Judenhaß im Speziellen (nicht zu verwechseln mit Faschismus oder Rassismus). Seinen Ursprung nahm der Antisemitismus schon kurz nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70. n. Chr., wodurch viele Juden gezwungen waren, Israel zu verlassen und sich über die ganze Welt zu verstreuen (Diaspora). Schon früh fanden christliche Machthaber
heraus, daß die Juden einen perfekten Sündenbock darstellten. Die"Christusmörder", wie sie die frühen Antisemiten nannten, wurden unter anderem beschuldigt, die Pest durch Europa getragen zu haben. Der Antisemitismus erreichte im 19. Jahrhundert eine neue Dimension, als erstmals Wissenschaftler
versuchten, den Judenhaß "wissenschaftlich" zu begründen, indem sie zum Beispiel die Gliedmaßen von Juden und Nichtjuden ausmaßen und miteinander verglichen. Auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen beriefen sich später auch die Anhänger des Nationalsozialismus. Der Antisemitismus hängt eng mit dem
Nationalsozialismus zusammen, sollte aber nicht mit ihm verwechselt werden. Auch Linke werden bisweilen als Antisemiten bezeichnet; sie selbst betrachten sich aber als Antizionisten, die lediglich eine bestimmte Politik des Staates Israel ablehnen.

Altonaer Blutsonntag: Die Wahlkämpfe 1932 waren wohl die blutigsten in der Phase der Weimarer Republik. Während sich Hitler und die anderen NSDAP-Funktionäre einen kostspieligen Wahlkampf erlaubten, für den sie sogar ein Privatflugzeug nutzten, um an möglichst vielen Orten auftreten zu können, führten die Schlägertruppen der SA und SS einen systematischen Terror gegen ihre politischen Gegner.
Gezielt marschierten sie in die mehrheitlich linken Arbeiterviertel um gewaltsame Zusammenstöße zu provozieren. Allein in Preußen wurden in den ersten drei Juniwochen bei 461 Straßenschlachten 82 Menschen getötet und etwa 400 gefährlich verletzt. Einen Höhepunkt der Gewalt bildete der Einmarsch von 11000 Nationalsozialisten in das Arbeiterviertel des preußischen Altona. Die unter Polizeischutz stehenden Nazis konnten nach heftigen Gefechten durch ein Bündnis zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten vertrieben werden. Die Taktik der Nazis ging trotzdem auf. Diese systematisch organisierten Zusammenstöße waren Zündstoff für die Nazi-Presse, die vor einem angeblichen kommunistischen Umsturz warnte. Diese Propaganda sollte vor allem die bürgerlichen Schichten in die Hände der NSDAP treiben, die sich zusehends durch einen angeblichen Umsturz bedroht fühlten.

Arische Rasse: Nach dem aktuellen Stand der internationalen wissenschaftlichen Debatte verweisen alle Definitionen unterschiedlicher "Rassen" stets auf äußere Attribute. Versuche, sie auf genetische Abstammung zurückzuführen, müssen alle notwendig scheitern. Nichtsdestotrotz nutzten die Nationalsozialisten wissenschaftliche Theorien aus dem 19. Jahrhundert, um die Rasse als eine der wichtigsten Eigenschaften eines jeden Menschen festzuschreiben. Ein Blick in die Geschichte der Zivilisation zeige demzufolge, daß eine Teilgruppe der "weißen Rasse", die "arische Rasse", als Hauptakteur der modernen Welt anzusehen sei. Die anderen "Rassen" wie Slawen, Semiten, Schwarze und andere seien nur halbe Menschen und daher weniger wert, womit eine Politik der Diskriminierung und schließlich der massiven Auslöschung dieser Gruppen begründet und gerechtfertigt wurde.

Auschwitz: Das berüchtigste Konzentrationslager des Nationalsozialismus und der Inbegriff der Massenvernichtung der europäischen Juden (Holocaust). Nirgendwo sonst wurden so viele Juden, Sinti und Roma ("Zigeuner") sowie politische Gegner der Nazis getötet. Neonazis bestreiten in der Regel den grausamen Massenmord in Auschwitz und dem in der Nähe gelegenen Vernichtungslager Birkenau mit dem Argument, daß einige sowjetische Zeitungen die Anzahl der Toten zu Propagandazwecken manipuliert hätten. Doch sind bei den heute verwendeten Zahlen fehlerhafte Angaben aus den Propagandaberichten längst korrigiert. Wenn also Neonazis die Zahlen unverändert in Zweifel ziehen, so versuchen sie, die Anzahl der Toten gleich zweimal abzuziehen. Andere behaupten, Hitler hätte von alledem nichts gewußt. Diese Behauptung ist allerdings falsch, weil aus einer Vielzahl von Dokumenten und Briefen das Wissen Hitlers um den Holocaust zweifelsfrei erkennbar ist. Die sogenannte "Auschwitzlüge" zu vertreten und zu verbreiten, ist heute strafbar. Wer öffentlich oder auf Versammlungen den Holocaust in irgendeiner Form leugnet, muß mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren oder einer Geldstrafe wegen Volksverhetzung rechnen.

Blankoscheck (1914): Der Blankoscheck beschreibt die Versicherung Kaiser Wilhelms II vom 5.7.1914, dass im Falle eines Krieges zwischen Österreich und Serbien, das Deutsche Reich treu zu seinem Bündnis Partner Österreich stehen würde. Die Reichsregierung versuchte dadurch Österreich zu einem Krieg zu ermutigen, der durch ein schwieriges Bündnissystem Russland und Frankreich mit einbezogen hätte, gegen die dann das Deutsche Reich aktiv werden könnte, ohne als Aggressor aufzutreten. Der Blankoscheck wird heute als ein Hauptgrund des offiziellen Kriegsausbruches gedeutet, dem allerdings schon ein jahrelanges Kriegsgeplänkel vorangegangen war. Der Zuspruch Kaiser Wilhelms zugunsten Österreichs ist deshalb als gut durchdacht und geplant zu werten, um endlich den „herbeigesehnten Krieg" zu beginnen.

Binäre Geschlechterkategorien: Die Vorstellung, dass es nur „männlich“ und „weiblich“ gibt und dass jeder Mensch einer einzigen Kategorie davon zugehörig ist und die für dieses Geschlecht vermeintlich „typischen“ Verhaltensweisen übernimmt.

Burgfrieden: Im ursprünglichen Sinne beschreibt der Burgfrieden einen vom mittelalterlichen Herrscher verordnen Frieden und eine strenge Loyalität während einer Belagerung oder während eines Kriegszustandes. Am Anfang des ersten Weltkrieges verkündete Kaiser Wilhelm II einen Burgfrieden, in dem er keine Parteien mehr kenne, sondern nur noch Deutsche. Diese Aussage sollte an das Nationalgefühl appellieren und die Menschen auf den Massenkrieg vorbereiten, bei dem jeder an einem Strang zu ziehen habe. Tatsächlich stimmten alle Fraktionen dem Krieg zu, darunter selbst die Sozialdemokraten. Lediglich einige linke Sozialdemokraten wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht protestierten gegen den Krieg

Chauvinismus: (frz.) Als Chauvinismus wird ein fanatischer Nationalismus bezeichnet, in dem die eigene Nation als die mächtigste der Welt wahrgenommen wird, während andere Nationen und Menschen aus diesen Staaten abgewertet werden. Der Chauvinismus ist die Übernahme der sozialdarwinistischen Idee auf staatlicher und nationaler Ebene.

Dawes Plan: Der Dawes Plan war ein internationaler Plan im Jahre 1924, zurückzuführend auf den amerikanischen Finanzexperten Charles Dawes, um das deutsche Wirtschaftssystem zu sanieren und wieder aufzubauen. Ein wichtiger Teil des Planes war es, dass Deutschland eine internationale Anleihe von 800 Millionen Reichsmark als Starthilfe erhielt. Das Gelingen des Dawes Planes kann vor allem der Außenpolitik Stresemanns zugesprochen werden. Später ergänzte der Young-Plan den Dawes-Plan, der das System Weimers festigen sollte.

Despotismus: (griech.) Despotismus ist eine Gewaltherrschaft, in der sich der Herrscher oder die Herrschergruppe weder an Gesetze noch an geltende Werte und Normen halten um ihre Macht durchzusetzen. Der Despotismus ist eine Form der Diktatur, meist aufbauend auf (meist landfremde) Söldnergruppen oder Nutznießer, die die exekutive Macht des Herrschers durchsetzen.

Dreibund: Der Dreibund war ein Geheimbündnis zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Österreich-Ungarn aus dem Jahre 1982, das bis 1914 Bestand hatte. Das militärische Bündnis sollte in Kraft treten, wenn ein unprovozierter Angriff von Frankreich ausgehen sollte. !914 erklärte Italien jedoch seine Neutralität und kämpfte am Ende des Ersten Weltkrieges auf Seiten der Alliierte gegen das Deutsche Kaiserreich und Österreich-Ungarn.

Dreiklassenwahlrecht: Das Klassenwahlrecht, oder auch Zensuswahlrecht (lat. Censere, schätzen) war ein Stimmverfahren, um die Parlamente im Deutschen Kaiserreich zu bilden. Dabei wurde die Bevölkerung in drei Teile nach ihrer Steuerleistung aufgeteilt. Jeder Teil wählte ein Drittel des Parlaments, wobei die Spitze von 4% der Bevölkerung gebildet wurde, die über ein Drittel der Steuern leistete. Deren Vertreter kamen aus Adel und großbürgerlichen Familien (Industrielle, Unternehmer, Großgrundbesitzer). Die zweite Klasse wurde vom höheren Bürgertum gebildet, die ca. 14% der Bevölkerung ausmachten. Ihre Vertreter waren oftmals angehörige freier Berufe wie Ärzte und Anwälte oder auch Beamter und höherer Militärs.
Das letzte große Drittel wurde von 82% der Bevölkerung gebildet (Arbeiter, Tagelöhner und Nichtsteuerpflichtige). Dieses Klassenwahlrecht wurde in Preußen bis in das Jahr 1918 praktiziert und war Machtbasis der kaiserlichen Elite, die durch dieses Verfahren dem Bürgertum zumindest ein kleines Stück Demokratie in die Hände legte.

Desinformation: Desinformation nennt man die gezielte Erfindung und Verbreitung von erlogenen und falschen Informationen mit dem Ziel, daß sie für wahr gehalten werden. Die meisten nationalsozialistischen, faschistischen und rassistischen Seiten bedienen sich des Mittels der Desinformation, nicht zuletzt aufgrund des Mangels an Argumenten. Desinformation kann bestehen aus:

falschen Zitaten aus Büchern oder Zeitungen, die nie existiert haben; falschen Rechnungen (meistens geht es dabei um die Zahl der NS-Opfer); Texten, die gezielt wichtige Informationen unterschlagen, so daß das gesamte Bild verzerrt wird. Beispielsweise wird eine Statistik veröffentlicht, die behauptet, Ausländer würden viel öfter straffällig als Deutsche. (PS: Nicht geschrieben wird jedoch, daß zum einen ein großer Teil der Straftaten Asylverletzungen und Grenzübergangsdelikte sind, die Deutsche gar nicht begehen können, und zum anderen, daß viele Ausländer einer Bevölkerungsschicht angehören, in der auch Deutsche sehr oft straffällig werden.)

Zitaten, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden, so daß das Zitat falsch interpretiert wird. Vorsicht! Nicht nur Webseiten betreiben gezielte Desinformation! Auch auf Flugblättern, ja sogar in bekannten Zeitungen wird oft versucht, mit Desinformation die Leser zu beeinflussen! Also glaubt ja nicht alles, was ihr lest!

Diaspora: Der Begriff Diaspora kommt aus dem griechischen und kann mit Verstreutheit übersetzt werden. Sie beschreibt die Verstreuung hauptsächlich religiöser oder ethnischer Gruppen, die ihre traditionelle Heimat verlassen und sich an anderen Orten niedergelassen haben. Die jüdische Diaspora beschreibt die Geschichte des unfreiwillige Exil der Juden, jenseits des Staates Israel.

Eiserne Front: Die Eiserne Front war ein Büdnis aus dem Reichsbanner, der SPD-nahen Kampforganisation, die die parlamentarische Demokratie bewahren sollte, Gewerkschaftsorganisationen und Arbeitersportverbänden. Dieses 1932 geschlossene Bündnis sollte ein Gegengewicht zur konservativ-faschistischen Harzburger Front darstellen. Der Eisernen Front gehörten allein durch das Reichsbanner über 3 Millionen Mitglieder an.

Entente Cordiale: (frz. Herzliches Einverständnis) Die Entente war ein Bündnis zwischen Frankreich und England, das zu Anfang vor allem aus kolonialen Erwägungen gegründet wurde. Da die Welt in den Zeiten des Imperialismus größtenteils schon komplett aufgeteilt war, verbündeten sich beide Staaten, um sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen. Später diente die Entente vor allem dazu, das steigende Machtbedürfnis des Deutschen Kaiserreiches zurückzudrängen.

Erfüllungspolitiker: Als der Erste Weltkrieg zu Ende war und Deutschland zu den Verlierern zählte, konnten das vor allem viele Rechte nicht nachvollziehen. Die Oberste Heeresleitung, die den Inhalt der Presse über eine lange Zeit bestimmte, gab keinen Anschein von der wirklichen militärischen Situation und für viele kam der überraschende Waffenstillstand wie aus heiterem Himmel, denn vis zuletzt wurden die radikalsten Kriegsziele proklamiert.
Die kaiserliche Macht-Elite setzte ganz bewusst eine demokratische Regierung ein, um sich ihrer Verantwortung für den verlorenen Krieg und den millionen Toten zu entziehen. Viele sahen nun der diplomatische Arbeit der neu eingesetzten Regierung mit Argwohn zu. Zu groß war das autoritäre Verständnis von Politik und Partizipation, zu groß war der Verdacht, dass die Demokratie am verlorenem Krieg schuld sei. Der neuen Regierung wurde keine Durchsetzungsfähigkeit zugestanden, für einen großen Teil aus den politisch rechten Schichten bestand sie aus „Erfüllungspolitikern", die jede Forderung der Siegermächte erfüllten. Nach diesen Schichten waren es diese Politiker, die für den Versailler Vertrag verantwortlich zu machen waren, der für sie als besonders hart und als eine nationale Beleidigung empfunden wurde. Sie sehnten sich nach starken politischen Führern wie dem Kaiser, die dem scheinbar feindlichem Ausland die Stirn bieten können.

Endlösung: Im Jahre 1941 erteilte Heinrich Himmler, der Reichsführer-SS, dem verantwortlichen Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß, die ersten Anweisungen, mit der systematischen Auslöschung der in den Konzentrationslagern festgehaltenen Häftlinge zu beginnen. Dieser Plan, am 20. Januar 1942 in der sogenannten "Wannsee-Konferenz" beschlossen, wurde koordiniert vom Chef des Reichssicherheitshauptamts (RSHA), Reinhard Heydrich, der ein Jahr später in Prag von tschechoslowakischen Partisanen getötet wurde.
Der Plan sah die Suche und die Konzentration von etwa 11 Millionen Juden aus dem gesamten Europa in Vernichtungslagern vor, um sie dort physisch
auszulöschen.

Faschismus: Der Faschismus ist eine politische Bewegung, die im März 1919 in Italien von Benito Mussolini gegründet wurde (Fasci di Combattimento) und nach dem "Marsch auf Rom" 1922 an die Macht gelangt war. Der Name kommt von Fascismo, fasces, Rutenbündel: ein Symbol der alten römischen Kaiser für ihren unbedingten Herrschaftsanspruch, ein Symbol der Macht. Auf der selben Idee beruht der Faschismus. Obwohl die Anhänger ihn "sozialrevolutionäre Bewegung" nannten, waren die Grundsätze hierarchisch, diktatorisch und intolerant. Außerdem wurde Mussolini, der Gründer, lange Zeit kultisch verehrt, bis er kurz vor Kriegsende von seinen eigenen Landsleuten ergriffen und gehängt wurde. Der Faschismus ist nicht mit dem Nationalsozialismus identisch, da es von diesem verschiedene nationale Ausprägungsformen gibt.

 Fraktion: (lat. Bruchteil) Die Fraktion ist eine Vereinigung innerhalb des Parlaments aus Parlaments-Mitgliedern, die meist der gleichen Partei angehören. Deswegen ist die Fraktion als parlamentarische Vertretung der Partei zu bezeichnen. Der Begriff der Fraktion wird aber auch außerhalb des Parlaments benutzt um klar zu machen, dass es sich bei einer Personengruppe um eine feste Gruppierung handelt.

Freikorps: (Ausgesprochen Freiko'r) Freikrops sind militaräische Einheiten, abseits der regulären Armee, die historisch allerdings auch immer wieder von der offiziellen Militärführung eingesetzt worden sind (so auch bei den anti-napoleonischen Kriegen zwischen 1813-1815). Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im November 1918 unter Auftrag der Obersten Heeresleitung Freikoprs-Einheiten aufgebaut, um gegen Sozialdemokraten und Kommunisten zu kämpfen und die kaiserliche Elite zu schützen. Die Freikorps in den Anfangsjahren der Weimarer Republik bestanden aus über 400 000 Personen, meist ehemalige Frontsoldaten, die sich im ständigen Kampf gut zurechtfanden und nicht mehr in ihr altes Leben zurückkehren wollten. Alte Offiziere oder sogar Generale machten die militärischen Führer der über 200 Freikorps-Gruppen aus. Auch der Sozialdemokrat und erste Reichspräsident Ebert nutzte die Freikorps um seine Macht gegenüber den linken Sozialdemokraten und Kommunisten durchzusetzen. Unter diese Freikorpstruppen zählen auch die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Nachdem der Versailler-Vertrag verabschiedet worden ist, mussten die deutschen Streitkräfte auf 100 000 Soldaten beschränkt werden. Dies bedeutete, dass auch die Freikorps hätten aufgelöst werden müssen. Viele weigerten sich und organisierten sich fortan in faschistischen Terrorbanden. Während des Kapp-Lüttwitz versuchten Freikorps die demokratische Regierung zu stürzen um eine Militärdiktatur aufzubauen. Später gingen viele Freikorps in die SA und SS der Nationalsozialisten.
Die Grauen Wölfe
Allgemein:

Die Grauen Wölfe sind eine nationalistische, antikurdische, allgemein rassistische und faschistoide (dem Faschismus ähnliche) Gruppierung aus der Türkei. Es handelt sich dort um die Mitglieder der „Partei der Nationalistischen Bewegung“ (MHP). Die deutsche politische Organisation der MHP ist die „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland“, die allerdings keine Partei, sondern ein eingetragener Verein ist.

aktuelle Entwicklung:

Seit dem Brandanschlag deutscher Neonazis in Solingen 1993, bei dem fünf Menschen türkischer Abstammung ums Leben kamen, nimmt die Bedeutung und Radikalität der Grauen Wölfe in Deutschland zu. Infolge des Anschlags kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen nationalistischen Türken aus dem Umfeld der Grauen Wölfe, deutschen Nationalisten und linken Kurden. Sie erreichten mit dem Mord an Erol Ispir eine neue Dimension von Gewaltanschlägen. Die Verhaftung des PKK-Führers Öcalan (PKK ist der Name der kurdischen Arbeiterpartei, die in viele Ländern als terroristisch eingestuft und verboten ist) durch die türkische Regierung und seine Verurteilung verstärkte zusätzlich die neue Dynamik der nationalistischen und antikurdischen Bewegung in der Türkei, insbesondere die Popularität der Grauen Wölfe. Darauf folgte ein Wahlerfolg im Jahr 2007, als die MHP 14,7% der Stimmen erlangen konnte.

Ideologie:

Die Ideologie der Grauen Wölfe lässt sich in folgende Grundsätze einteilen:

1. Nationalismus: Ausgangspunkt ist ein vom Panturanismus geprägter Nationalismus. Unter (Pan-)Turanismus versteht man die Ideologie einer „turaniden Rasse“ aus der mythischen Landschaft Turan, die der Ursprung aller Turkvölker, Finno-Ugrier, Mongolen und Mandschu-tungusischen Völker sein soll. Daraus folgt das Bestreben der Turanisten, diese Völker in einem Reich zu vereinen.
Der Panturanismus und Nationalismus der Grauen Wölfe führt zu einer Negierung aller „nichttürkischen“ Minderheiten. Dieser aggressive Rassismus äußert sich in Ausgrenzung, Verfolgung und sogar Ermordung dieser Minderheiten vor allem im eigenen Land.

2. Faschistoide Grundhaltung: Grundsätzlich werden von den Grauen Wölfen demokratische Strukturen abgelehnt. Ihre Politik richtet sich gegen Kommunist*innen, Sozialist*innen, Demokrat*innen und allgemein gegen Andersdenkende.

3. Religiosität: In den Anfängen der Parteipolitik orientierte man sich wesentlich an schamanischen Urreligionen. Der Islam spielte zunächst eine eher unbedeutende Rolle, wurde jedoch später von vielen Parteimitgliedern als Teil der türkischen Identität wahrgenommen und wurde so seit den 70er Jahren immer stärker in die Parteipropaganda eingebunden. Auch weil ein Großteil der potenziellen Wähler Muslim*innen sind.

Historische Hintergründe:

Die Idee einer Vereinigung aller Turkvölker geht bis in die Zeit des Osmanischen Reichs zurück. Das Osmanische Reich betrieb eine Politik der Zwangsanpassung von Minderheiten. Unabhängigkeitsbestrebungen dieser unterdrückten Völker wurden als „Verrat am osmanischen Vaterland“ bezeichnet. Vor und während des ersten Weltkrieges wurde das osmanische Reich von der politischen Bewegung der Jungtürken regiert, die den Krieg dazu nutzten, ihr Streben nach einem türkisierten, osmanischen Reich, voranzutreiben und im Verlaufe von Verfolgung und Unterdrückung etwa 2 Millionen Armenier*innen sowie 700.000 Kurd*innen ermordeten.

Die 1923 (nach dem Ersten Weltkrieg und dem Fall des Osmanischen Reichs) gegründete türkische Republik betrieb erneut eine nationalistische und türkistische Politik. Auf das Massaker an der kurdischen Bevölkerung folgten nun Gesetze, die den Kurd*innen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben verbot und somit faktisch ihre Existenz negierte.

Im zweiten Weltkrieg arbeiteten die türkischen Faschist*innen eng mit Nazideutschland zusammen. Infolge der Niederlage des Dritten Reichs waren auch die faschistoiden Bewegungen in der Türkei deutlich geschwächt, was sie dazu zwang, in der Folgezeit nur im Hintergrund der Landespolitik zu agieren. Unter der Führung von Alpaslan Türkes bildeten sie Kommandolager und indoktrinierten vor allem Jugendlichen die Ideologie des Panturanismus. Außerdem erhielten die Anhänger eine militärische Ausbildung. Auf diesen Strukturen gründete sich 1969 die MHP mit Türkes als Vorsitzendem.

Die Mitglieder und Anhänger der Partei verübten in den kommenden Jahren eine Vielzahl politisch motivierter Morde und Gewalttaten, ab 1975 sogar aus der Position einer Regierungskoalition. Die Regierung wurde 1980 durch einen Militärputsch beendet, die MHP wurde als politische Partei verboten. Die Grauen Wölfe hinderte dies jedoch nicht daran, ihr aggressives Vorgehen weiterzuführen. Ende der 80er Jahre wurde das Parteiverbot auch offiziell wieder aufgehoben. Den Vorsitz der Partei behielt Alpaslan bis zu seinem Tod im Jahr 1997.

Symbolik:

Der graue Wolf ist das Erkennungszeichen der Anhänger. Er findet sich auf Flaggen, Bannern und T-Shirts. Weltweit ist der „Wolfsgruß“ ihre Begrüßung. Diesen kennt man aus Kindergarten und Grundschule: Er sieht quasi aus wie der Schweigefuchs.
Die Mythologie hinter dem Symbol: In vor-islamischer Zeit soll ein Wolf die türkischen Völker aus dem Altay-Gebirge geführt haben. Das soll die gefährdeten Völker vor dem Aussterben gerettet haben.
Das Bild eines Jägers, der unabhängig, stark und frei ist findet sich im Selbstverständnis der Grauen Wölfe. Um ihre eigene Freiheit zu schützen und aufgrund ihres Jägerdaseins können Wölfe keinen anderen Gruppen Freiheit zugestehen. Diese Haltung äußert sich in Verfolgung und Ausgrenzung von Minderheiten.
Ein Wolfsrudel hat natürlich auch einen Rudelführer. Diese Rolle nimmt der erste Parteivorsitzende der MHP ein. Sein Name war Alparslan Türkes. Er war Sympathisant mit Nazi-Deutschland während und nach dem zweiten Weltkrieg. Um seine Person bildete sich ein Führerkult, der die Anrede „Basbugum“ („mein Führer“) beinhaltete.
Eine von den Grauen Wölfen oft verwendete Flagge ist an die Flagge des Osmanischen Reichs angelehnt. Das Großreich ist historisches Vorbild. Anders als im Osmanischen Reich wurde der grüne Hintergrund (Farbe des Islams) bei den Wölfen durch einen Roten ersetzt. Die drei Halbmonde stehen für eine angestrebte Herrschaft auf Teilen der drei Kontinente Asien, Afrika und Europa.

Jugendbewegung:

Wie in jeder ideologischen Bewegung ist die Beeinflussung der Jugend wichtiger Bestandteil der Politik. Die Grauen Wölfe üben eine große Faszination auf Jugendliche aus, die ihre Identität suchen. Oft führen rassistische Anfeindungen gegenüber jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu einer verstärkten Identifikation mit der vermeintlich eigenen Kultur. Das rechtfertigt natürlich nicht die menschenfeindliche Einstellung dieser Jugendlichen, zeigt aber deutlich, dass die Entwicklung rassistischer Motivation auch durch eigene Erfahrungen mit Rassismus vorangetrieben werden kann. Zugehörigkeitsgefühle, nationale Identifikation und militärische Begeisterung werden, ähnlich wie in anderen neofaschistischen Ideologien, durch Musik, Gemeinschaft und „Perspektive“ geschaffen.

Präsenz der Grauen Wölfe in Deutschland:

Die Grauen Wölfe sind in Deutschland auch vertreten, man kennt sie hier unter dem Namen „Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealisten Vereine in Deutschland“. 2009 trat der Vorstandvorsitzende Ali H. Yldiz des Deutsch Türkischen Forum (DTF) zurück, weil sich das DTF nicht klar genug von den Grauen Wölfen distanziert hat. Seine Aussage dazu war, dass er es nicht verstehen könne, dass man sich gegen Pro Köln ausspricht aber auf der anderen Seite die türkische NPD hofiere. Ein anderes Mitglied der CDU bezeichnet die Grauen Wölfe als rassistisch, antisemitisch, rechtsradikal und nationalistisch. Außerdem sagt er, dass sie verschiedene Feindbilder gegenüber Jüd*innen, Amerikaner*innen, Europäer*innen, Kurd*innen und Israel haben. Laut ihm sei es also eine gefährliche Mischung die sich in Deutschland ausbreitet. Eine Studie der CDU nahen Konrad-Adenauer Stiftung empfiehlt den CDU-Mitgliedern aber, man solle aber die Zusammenarbeit zwischen der CDU und der MHP immer im Einzelfall abwägen, inwieweit eine politische Zusammenarbeit annehmbar wäre. Diese Studie wurde aber von einem Mitglied der SPD kritisiert und es wurde zur Vorsicht aufgerufen.

Mehr Infos: http://antifagp.blogsport.eu


Harzburger Front: Die Harzburger Front war ein Parteibündnis, das im Jahre 1931 in Bad Harzburg geschlossen wurde. Ihre Mitglieder stammten aus konservativen und faschistischen Kreisen, also der DNVP, NSDAP, dem Stahlhelm, Alldeutscher Verband und Reichslandbund). Zu den obersten Zielen dieses Bündnisses zählte die Beseitigung der Weimarer Republik und die Errichtung eines autoritären Regimes.

Hakenkreuz: Das bekannteste und am meisten verbreitete Symbol des Nationalsozialismus. Es besteht aus einem Kreuz mit abgeknickten Füßchen. Seinen Ursprung hat es in der europäischen Geschichte, doch finden sich auch im asiatischen Raum Verweise darauf. 1920 wurde das Hakenkreuz zum Symbol der NSDAP, 1935 - zwei Jahre nach der Machtübernahme der Nazis - zum alleinigen Staatswappen Deutschlands. Die Verwendung des Hakenkreuzes steht heute unter Strafe, genau wie die der meisten übrigen nationalsozialistischen Runen.

Hitlergruß: Eine Grußform der Nationalsozialisten, bei dem der Körper gestrafft, der rechte Arm in einem steilen Winkel nach oben gereckt und mit harter Stimme "Heil Hitler" gerufen wird. Der Hitlergruß war in Deutschland während der NS- Regentschaft die offizielle Begrüßung, auch unter Privatpersonen. Die Worte "Heil Hitler" waren eine beliebte Brieffloskel vor der Unterschrift. Heute steht der gesamte Hitlergruß unter Strafe. Um das zu umgehen, wird oft das Kürzel "88", was für "HH" stehen soll (H ist der achte Buchstabe im Alphabet), verwendet.

Holocaust: Die Bezeichnung für den Massenmord an Millionen von Juden, sowie Sinti und Roma ("Zigeunern") unter dem politischen Regime der Nazis. Die Leugnung des Holocaust ist strafbar.

Hooligans: Radikale Unterstützergruppen, die als Erstes im Umkreis von Fußballvereinen im Großbritannien der sechziger Jahre aufgetreten sind, sich aber rasch ausbreiteten und inzwischen in fast jedem Land der Welt anzutreffen sind. Unter Zuhilfenahme großer Mengen von Alkohol kann es passieren, dass das Erlebnis, sich mitten in einer großen Masse mit einem gemeinsamen Ziel zu befinden, die Individuen zu Akten der Gewalt treibt, die sie unter normalen Bedingungen niemals begehen würden. Üblicherweise gibt es enge Verbindungen zwischen diesen Unterstützern und der extremen radikalen Rechten, die beide Symbole wie das Rasieren der Schädel und das Schwenken von "White Power"- Fahnen übernommen haben, doch gibt es auch Berührungspunkte zwischen Hools und manchen linksradikalen Gruppen.

Horst-Wessel-Lied: Der Verfasser des Horst-Wessel-Liedes war Horst Wessel, ein Berliner Student und Führer des SA-Sturms 5, der angeblich am 14. Januar 1930 von Kommunisten erschossen wurde. Quellen weißen aber daraufhin, dass er wahrscheinlich bei einer Auseinandersetzung zwischen konkurrierenden Zuhälterbanden angeschossen wurde und später seinen Verletzungen erlag. Geschickt wurde Horst Wessel jedoch durch Goebbels zum Helden hochstilisiert. Das Lied fordert im Kehrreim die soldatische Einheit der SA-Verbände.

Hugenberg-Presse: Der größte Pressekonzern der Weimarer Republik war die „Opriba", die Ostdeutsche Privatbank. Der Konzern beherrschte die Presse der Mittel- und Kleinstädte und des flachen Landes, besonders in Nord-, Ost- und Mitteldeutschland, in etwas geringerem Maße auch überall sonst, wo kleinere, bürgerliche Blätter und scheinbar neutrale Heimatzeitungen erschienen. Auch in Berlin besaß der Konzern einen großen Zeitungsverlag, die August Scherl GmbH, mit einer täglichen Auflage von mehr als 500 000 Ausgaben des „Berliner Lokalanzeigers". Dem Opriba-Konzern war sogleich die Telegrafen-Union angeschlossen. Sie war die zweitgrößte Nachrichtenagentur des Reiches. Gleichzeitig gehörten dem Konzern zwei Institute an: „Mutuum" und „Alterum". Diese Institute vergaben Gelder an unabhängige konzernfremde Herausgeber und Zeitungsverleger. Zunehmend gerieten diese so in eine Abhängigkeit vom Opriba-Konzern. Der Chef dieses gewaltigen Presseorgans war Alfred Hugenberg. Er war bereits im Jahre 1891 Mitbegründer des Alldeutschen Verbandes und war zwischen 1909 und 1918 Generaldirektor des Krupp-Konzerns, des mit Abstand größten deutschen Rüstungsunternehmen in dieser Zeit. Auch in das neu auftretende Kino-Geschäft investierte der Konzern große Summen. Mitte der zwanziger Jahre können dem Opriba-Netzwerk zwei Drittel der gesamten deutschen Presse zugerechnet werden. Der Inhalt und der Kurs von Zeitung und Film war meist stramm deutsch-national, berichtet wurde von der „Verseuchung der deutschen Jugend" durch „artfremden Nigger-Jazz" und „Urwaldtänzen", sowie dem „schreienden Unrecht" der „völkerrechtswidrigen Zerschneidung des kerndeutschen Preußens" oder den „heldenhaften Abwehrkampf unserer Freikorps". Dieses Unternehmen kann sicherlich als einer der großen Vorbereiter für den Nationalsozialismus gesehen werden. Hier konnten antisemitische Autoren ihre menschenfeindliche Ideologie frei und massentauglich verbreiten.

Imperialismus: (lat. Imerium, Reich, Weltreich) Imperialismus beschreibt die expansiven Bestrebungen eines Staates. Dabei wird unterschieden in direkten und indirekten Imperialismus. Der direkte Imperialismus wird durch kriegerische und gewaltsame Konflikte geführt. Der indirekte Imperialismus gelingt über eine wirtschaftliche, militärische, kulturelle und politische Abhängigkeit in die der imperialistische Staat den anderen Staat zwingt, wobei der unterdrückte Staat formal selbstständig bleibt.
Als Zeitalter des Imperialismus wird die Zeit zwischen 1880 bis 1918 beschrieben, in der die industriellen Staaten eine extrem expansive Politik führten. Zu diesen Staaten gehörten nicht nur England, Frankreich, das Deutschre Reich, sondern auch die USA und Japan.

Judenrepublik: Neben der „Marxistenherrschaft" wurde und wird die Weimarer Republik von Nazis auch immer wieder als Judenrepublik bezeichnet. Tatsächlich waren jedoch nur wenige jüdische Deutsche in den Regierungen der Weimarer Republik. Von 100 Ministern waren es gerade einmal 10. Bis auf wenige Ausnahmen wie Rosa Luxemburg und Kurt Eisner hatte fast keiner dieser Politiker etwas mit dem Marxismus zu tun, sondern setzten sich mit großer Energie für die deutschen Interessen ein. Nazis meinen mit dem Begriff „Judenrepublik" allerdings nicht nur jüdische Politiker. Der Begriff „Jude" war für sie Inbegriff des Fremdvolkes, also Menschen, die nach ihrer Ideologie nicht die „deutschen" Interessen vertreten, sondern gegen diese Interessen stehen, oder sogar dagegen arbeiten. So wurden Menschen, die selbst nichts mit dem jüdischen Glauben zu tun haben „Jude" genannt, wenn sie von den Nazis als „Volksfeinde" oder „Fremdvolk" angesehen wurden.

Konzentrationslager: Sie zählen zu den wohl dunkelsten Seiten der Repression während des Dritten Reiches und wurden 1933 von der SS eingerichtet, um politische Abweichler in Speziallagern "umzuerziehen". Organisatorisches Vorbild war Dachau, wo die SS in großem Stil sowohl mit den Mitteln der industriellen Produktion als auch mit neuen Techniken der Folter und der Ausbeutung der Häftlinge experimentierte. Zunächst war es vorrangiges Ziel, landwirtschaftliche Güter zu erzeugen, doch seit 1936 begann die Rüstungsindustrie, die Produktion der neuen Lager (Buchenwald, Mauthausen, etc.) in zunehmendem Maße zu bestimmen. In den Lagern waren nun auch Tausende Homosexueller, religiöser Minderheiten und sogenannter "Zigeuner" interniert. Während des Zweiten Weltkriegs nahm die Zahl der Konzentrationslager deutlich zu, deren wichtigste Aufgabe nun die Produktion von Kriegsgütern wurde - wie etwa in Auschwitz. Die SS begann damit, gemäß Hitlers Befehl die systematische Auslöschung der Häftlinge vorzubereiten mit dem Ziel, auf diese Weise eine "Endlösung" der sogenannten "Judenfrage" zu erreichen. Am Ende des Krieges waren in den Lagern noch 714.000 Menschen am Leben.

Kabinett der Barone (+geschichtliche Bedeutung): Als „Kabinett der Barone" wird die von Reichskanzler von Papen am 1. Juni 1932 gebildete Regierung bezeichnet. Papen war eine eher unauffällige monarchistisch gesonnene Randfigur im katholischen Zentrum. Sein gebildetes Kabinett bestand vornehmlich aus adeligen Deutschnationalen: Wilhelm Freiherr v. Gayl, General Kurt v. Schleicher, Magnus Freiherr v. Braun, Dr. Franz Gürtner, Lutz v. Schwerin-Krosigk, Dr. Hermann Warmbild, Paul Freiherr Eltz v. Rübenach, Heinrich Ritter v. Kauffmann-Asser und Konstantin Freiherr v. Neurath.
Dieses Kabinett nahm drastische Kürzungen der Sozialleistungen vor mit der Begründung:"Der Staat darf nicht zu einer Art Wohlfahrtsanstalt werden!". Das SA-und-SS-Verbot, das nach den heftigen Ausschreitungen und den zahllosen Morden vom Kabinett Brüning verhängt worden war, wurde wieder aufgehoben. Neue Steuern wurden eingeführt, die vor allen auf der armen Bevölkerung lasteten. Da das Kabinett über keine Mehrheit verfügte wurde der Reichstag aufgelöst, neue Wahlen wurden auf den 31. Juli festgesetzt. Damit versprach sich von Papen eine Stärkung der Rechtsparteien. Die Nazis, die von Papen bei seiner Ernennung Unterstützung zugesagt hatten, merkten, wie unpopulär das Kabinett von Papen war, dem die Mehrheit der Deutschen nichts abverlangen konnte. Deswegen änderten sie ihre Taktik und begannen einen Wahlkampf gegen „Rotfront", also gegen die Kommunisten und Sozialdemokraten und gegen die „Reaktion", womit die monarchistische Regierung von Papen gemeint war.
Paradoxer weise war es von Papen, der dafür sorgte, dass 3 Tage nach dem Altonaer Blutsonntag, Reichspräsident Hindenburg die preußische SPD-Regierung wegen der angeblicher Parteiergreifung für die Kommunisten absetzte. Damit spielte er den Nazis beträchtlich zu. Die SPD-Regierung verfügte über die letzten demokratischen und loyalen Polizeiverbände. Dieser Eingriff des Reichspräsidenten der nur im schlimmsten Notfall nach Paragraph 48 der Weimarer Verfassung gestattet war, kam einem kalten Staatsstreich gleich, denn schließlich wurde die preußische Polizei, die auf keinen Fall die Kommunisten bevorzugte, wieder Herr der Lage, zweitens war es ja von Papen selbst, der das SA -und SS-Verbot aufgehoben hatte und somit diesen Aufmarsch erst ermöglichte.
Die angeordneten Neuwahlen im Juli erbrachten von Papen eine deutliche Niederlage. In der ersten Arbeitssitzung des Parlaments wurden die Notverordnungen die längst die parlamentarische Legitimation ersetzten durch einen kommunistischen Antrag durch die Mehrheit des Parlamentes aufgehoben. Diese Aufhebung verlangte erneut Neuwahlen. Die Deutschnationalen konnten bei den Wahlen im November fast eine Millionen Stimmen gewinnen, also auch Papens Position stärken. Da von Papen jedoch nicht in der Lage schien den autoritären Staat zu schaffen, wie ihn die alte kaiserliche Elite wünschte, konnte von Papen durch die Entziehung des Vertrauens des Reichswehrministers Kurt von Schleicher gestürzt werden. Die exekutive Macht, die mit der Reichswehr verbunden war, war in einem längst nicht mehr demokratischen Staat zu wichtig, als dass man neben ihr regieren konnte. In dieser Phase der Weimarer Republik orientierten sich mehr und mehr Vertreter alter kaiserlicher Politik an der Person Adolf Hitlers, der ihnen die Rückkehr zu alten Privilegien sichern könnte.

Konstitutionelle Monarchie: Als konstitutionelle Monarchie wird eine Regierungsform beschrieben, in der die macht des Monarchen durch eine Verfassung beschränkt ist (so zum Beispiel in der Anfangszeit der französischen Revolution). In der konstitutionellen Monarchie wurden das erste Mal Grundrechte verankert, sowie eine Beteiligung einer Volksvertretung, auch wenn diese oftmals nur formell war und praktisch keinen Niederschlag in der Politik fand.

Ku-Klux-Klan: Der Ku-Klux-Klan ist ein rassistischer Geheimbund der USA. Sie sind bekannt für Lynchmorde an Afroamerikanern und Brandanschläge auf afroamerikanische Kirchengemeinden. Sie sind extrem antisemitisch und nennen sich selbst Knights of the Ku Klux Klan (Ritter des Ku Klux Klans). Das versteckte Netzwerk der Organisation ist bei Mitgliedern unter dem Namen Invisible Empire ("Unsichtbares Reich") bekannt. Als Zahlencode wird 311 benutzt, sie steht für dreimal den elften Buchstaben des Alphabets, K.

Lebensraum: In der nationalsozialistischen Sprachlehre ein geographisches Areal, groß genug, um allen Raum und alle Ressourcen bereitzustellen, die für die unabhängige Entwicklung einer nationalen Gruppe vonnöten sind. Nach den Schriften von Adolf Hitler soll dieser "Lebensraum im Osten" für die germanische Nation die Grenzen der Weimarer Republik, wie sie im Versailler Vertrag festgehalten sind, erweitern. Der neue Raum enthält Teile der heutigen Territorien von Rußland, Polen und der tschechischen Republik ebenso wie die Vereinigung mit Österreich.

Marxistenherrschaft: Nazis sprachen und sprechen heute (wenn auch in einer anderen Form) noch immer von einer Herrschaft der Marxisten und Juden, wenn sie von der Weimarer Republik sprechen. Genauso abwegig wie eine „Judenrepublik" erscheint der Begriff der „Marxistenherrschaft". Von über 20 Weimarer Regierungen waren allein 4 unter der Führung der Sozialdemokraten. Dies waren die eineinhalb Jahre nach dem Ende des Kaiserreiches und die Regierungszeit zwischen 1928 und 1930 unter dem Kabinett Müller. Allein ein Viertel der Lebensdauer der Weimarer Republik war sozialdemokratisch. In jeder Phase sozialdemokratischer Herrschaft war die SPD abhängig von anderen Parteien wie dem katholischen Zentrum und den liberalen Demokraten. In den wenigsten der anderen 16 Regierungen saßen SPD-Minister. Zudem können die wenigsten amtierenden sozialdemokratischen Minister als Anhänger des Marxismus gerechnet werden. Die KPD war niemals Teil einer Regierung, sondern stets in der Opposition.

Militärdiktatur: Eine Militärdiktatur beschreibt die uneingeschränkte Macht des Militärs bzw. die Machtausübung militärischer Führer. In der Weimarer Republik wurde mehrmals der Versuch unternommen eine Diktatur mit Hilfe des Militärs durchzuringen. Das hohe Militär war im Kaiserreich durchweg durch den Adel oder das hohe Bürgertum besetzt. Nach der Errichtung des demokratischen Systems verpasste man die Chance die kaiserlich-militärische Elite auszutauschen. Stattdessen benutzen die späteren Regierungen immer wieder die Macht des Militärs um ihre Interessen durchzusetzen. (Ebert-Groener-Pakt) Auch in der Verfassung der Weimarer Republik war ein Diktaturrecht des Militärs im Falle einer außergewöhnlichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit verankert, war jedoch nutzlos in Anbetracht der politischen Couleur des Militärs.

Nationalsozialismus: Bezeichnung für eine politische Ideologie in Deutschland, die durch eine rassistische und menschenfeindliche Politik gekennzeichnet ist. Der Nationalsozialismus teilt die Menschen in verschiedene Rassen ein (siehe auch Rassismus) und geht davon aus, die arische Rasse (d.h. vorzugsweise Menschen mit den Attributen hochgewachsen, blauäugig, blond) sei die "wertvollste". Als Adolf Hitler 1933 mit der nationalsozialistischen Partei (NSDAP) die Macht übernommen hatte, begann die verbrecherischste Phase in der deutschen Geschichte. Während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten (Nazis) wurden mehrere Millionen Juden, Ausländer, Sinti und Roma ("Zigeuner") und politische Gegner der Nazis in Konzentrationslagern umgebracht. Hitler rief das bereits in der Bibel erwähnte und mystisch verklärte "Tausendjährige Reich" aus, doch bereits nach zwölf Jahren war alles zu Ende. Von 1939 bis 1945 tobte der zweite Weltkrieg, bis die deutsche Wehrmacht schließlich zurückgeschlagen war und bedingungslos kapitulieren mußte. Man mochte denken, die Ideen des Nationalsozialismus seien damit endgültig am Ende gewesen, aber leider tauchten schon bald wieder menschenfeindliche und volksverhetzende Ideen, z.B. in Form des Neonazismus auf.

Neonazismus: Neonazismus ist das neuerliche Auftreten von nationalsozialistischem Gedankengut in den vergangenen Jahrzehnten (Neo = neu). Das ideologische Gebäude des Nationalsozialismus ist weitgehend gleich geblieben. Der Neonazismus ist somit ein trauriges Beispiel dafür, daß es anscheinend immer noch Leute gibt, die nicht fähig sind, aus der Vergangenheit zu lernen.

Nürnberger Gesetze: Auch Nürnberger Rassengesetze genannt, beinhalten das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" (Blutgesetz) und das „Reichsbürgergesetz" (Das Reichsflaggengesetz zählt auch zu den Nürnberger Gesetzen, jedoch nicht zu den Rassengesetzen). Diese Gesetze wurden 1935 auf dem 7. Parteitag der NSDAP beschlossen. Mit diesen Gesetzen schufen die Nationalsozialisten die juristische Grundlage für die  Umsetzung ihrer antisemitischen Ideologie. Das Blutgesetz ermöglichte die Unterscheidung und Trennung von Juden und Nichtjuden. Es verbot Eheschließungen und außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen Juden und Nichtjuden und machte das allgemein das Leben der jüdischen Bevölkerung immer schwieriger. Das Reichsbürgergesetz stellte fest, dass nur Staatsangehörige deutsche und artverwandten Blutes Reichsbürger sein konnten. Die jüdischen Deutschen verloren damit ihre Gleichberechtigung. Es hatte zur Folge, das kein Jude ein öffentliches Amt innehaben durfte, in einem späteren Zusatz wurde Jüdischen Ärzten und Rechtsanwälten ihre Zulassung entzogen.

Organisation Consul (O.C.): Die Organisation Consul war ein faschistischer Geheimbund, der 1920 aus der „Brigade Erhardt" hervorging. Diese Gruppe hatte über 5000 Mitglieder und war extrem antidemokratisch, antisozialistisch und antisemitisch eingestellt. Viele der späteren SA –und SS-Führer kamen aus diesen Kreisen. Viele Gewaltakte in der Weimarer Republik waren dieser Organisation zuzuschreiben. So auch die Niederschlagung des Rätesystems in Bayern im Jahre 1921, das Attentat Rathenau 1922, sowie das Attentat auf Scheidemann, ebenfalls 1922. Nach dem sich die O.C. 1923 auflöste, formte sie sich unter dem Namen „Bund Wiking" neu. Ein Namen an der sich sicherlich auch die spätere „Wiking Jugend" in der BRD orientierte.

Populismus: Jede Demokratie ist populistisch in dem Sinne, daß Regierungen, die von der Bevölkerung gewählt werden, dazu tendieren sollten, sich in ihrem Handeln an den Bedürfnissen der Mehrheit zu orientieren. Davon abgesehen wird dieser Begriff üblicherweise verwendet, um politische Systeme oder Parteien zu benennen, meist ausgestattet mit einem charismatischen Führer, der allzu simple Lösungen für die politischen Probleme des Landes anbietet. Gewöhnlich ist diesen Lösungen gemein, daß sie andere Gruppen wie Linke, Juden, ethnische Minderheiten, auswärtige Länder für Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Armut und politische sowie moralische Korruption verantwortlich machen. Die Demagogie und die Kritik am bürokratischen System sind in ihren Programmen sehr allgemein gehalten. So bieten sie radikale Lösungen an, die ein schnelles Ende aller sozialen Probleme versprechen.

Rassismus: entstand aus der Forschung über verschiedene "Rassen" des Menschen. Die Bezeichnung stammt ursprünglich aus der Zucht und Beschreibung von Tierrassen - den Begriff "Rasse" auf Menschen anzuwenden ist diskriminierend und sachlich falsch.
Rassismus beruht auf der Behauptung, die Menschheit sei von Natur aus in verschiedene Rassen unterteilt. Jeder Rasse werden spezielle Eigenschaften zugeschrieben: Körperliche Merkmale, Charaktereigenschaften, Talente, intellektuelle, kulturelle und soziale Fähigkeiten. Anhand der ihnen zugeordneten Eigenschaften werden die angeblich existierenden "Menschenrassen" bewertet. Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Wert hängen innerhalb rassistischer Denkweisen davon ab, welcher Rasse er oder sie angehört. Und die Rassenzugehörigkeit kann man angeblich an Äußerlichkeiten ablesen (z.B. Haut-, Haar- oder Augenfarbe). Doch selbst die frühen Rassenforscher mussten zugeben, dass die Rassen-Einteilung nicht durchzuhalten ist. Die Vielfalt der menschlichen Eigenschaften ist so groß, dass letztlich jedes Individuum eine Rasse für sich bilden könnte. Welche Menschengruppe eine Rasse darstellen soll und welche nicht, ist und bleibt ungeklärt. Es gibt keine Menschenrassen und daher ist auch der Rassismus Unsinn. (Weitere Infos: http://hometown.aol.de/_ht_a/morestern/index.html)

Rechtsextremismus: Eine national orientierte, ausländerfeindliche und rassistische Ideologie, verknüpft mit gewalttätigem Handeln wie Hetze, tätlichen Angriffen auf Ausländer oder soger Aufruf zum Mord oder ähnlichem. Die meisten Rechtsextremen haben ein festgelegtes Feindbild: den Ausländer, auf den sie gesellschaftliche Probleme wie Arbeits- und Wohnungsmangel oder Kriminalität abschieben. Oft werden sie dadurch ironischerweise selbst kriminell.

Reproduzieren/Reproduktion: vervielfältigen, wiederholen, wiedergeben.

Revisionismus: Tendenz, etablierte und allgemein anerkannte Lehrmeinungen, Deutungen oder Praktiken in Frage zu stellen mit dem Ziel, sie zu verändern. Im Kontext des Nationalsozialismus ist es die Absicht, die offiziellen Zahlen der Verbrechen, die im Dritten Reich begangen wurden, die Zahl der dem Holocaust erlegenen jüdischen Opfer oder selbst die Tatsache des Holocaust an sich anzuzweifeln. Ihre Theorien basieren auf dem Gedanken, daß wer immer die Vergangenheit kontrolliert, die Zukunft genauso kontrollieren kann. Demzufolge hätten die Juden versucht, auf Basis ihrer Macht und ihres Zugangs zu den Massenmedien der Welt Deutschland für schuldig zu erklären mit dem Ziel, als Wiedergutmachung Gelder zu erhalten, um den neuen Staat Israel aufbauen zu können. Dadurch werde im übrigen jeder Versuch gestoppt, beispielsweise das Vorgehen Israels gegenüber den Palästinensern zu kritisieren.

Spartakusaufstand: Der als heute bekannte „Spartakusaufstand" begann wegen eines eher unbedeutenden Umstandes. Der unabhängige sozialdemokratische Polizeipräsident von Berlin, Emil Eichhorn, wurde am 4. Januar entlassen. Durch die zunehmende politische Entfernung von USPD (Unabhängige-SPD) und MSPD (Mehrheits-SPD) war das USPD-Mitglied für den rechten Sozialdemokraten Friedrich Ebert untragbar geworden. Eichhorn wandte sich an seine Partei und an die revolutionären Obleute, diese planten eine Protestdemonstration für den nächsten Tag um 14 Uhr in der Siegesallee.
An diesem Sonntag strömten bereits mittags mehr als 300 000 Menschen auf die Straße, zahlreiche Demonstranten waren bewaffnet. Nachdem die Kundgebung zu Ende war, blieben die Massen auf der Straße. Erste bewaffnete Gruppen begannen, ohne, dass es eine Organisation geplant hätte, mit der Besetzung von Zeitungsverlagen, Nachrichtenbüros und Telegrafenämter, sowie große Bahnhöfen.
Während den Besetzungen tagte ein hundertköpfiger Revolutionsausschuss , der aus 10 Vertretern der USPD, 70 revolutionären Obleuten, den Anführern der Volksmarinedivison, einigen Soldatenräten der Berliner Truppen, sowie 2 KPD-Führern bestand. Der Spartakusaufstand war also gar kein Aufstand der Spartakisten. Die nur wenige tausend Mitglieder zählende Gruppierung der Spartakisten war nur durch einzelne Aktivisten am Aufstand beteiligt. Rosa Luxemburg als Führerin der Spartakistengruppe sprach sich sogar gegen den Aufstand aus, weil er für sie taktisch gesehen keinen Sinn machte.
Bereits am Abend des nächsten Tages zerstreuten sich die Revolutionäre, da Reichspräsident Ebert Verhandlungen zustimmte. Diese Zusage zu Verhandlungen waren jedoch nur ein falsches Spiel. Im Hintergrund gab er dem MSPD Mitglied Gustav Noske den Auftrag Freikorp-Verbände zu rekrutieren um die linken Revolutionäre zu bekämpfen.
Ab dem 9. Januar begann der gewaltsame Einmarsch der Freikorps in Berlin. Bereits am 15. Januar war die gesamte Innenstadt von den größtenteils rechtsradikalen Freikorps besetzt. Hunderte Arbeiter wurden in diesen Tagen von den Freikorps brutal ermordet, darunter zahlreiche Unbeteiligte. Für diese Rechtsradikalen war jeder am Aufstand Beteiligte ein Spartakist. Diese Bezeichnung wurde unreflektiert in die Geschichtsschreibung aufgenommen und wird noch heute in Geschichtsbüchern verwendet. Die spontane Massenbewegung ist eher traditionell sozialdemokratisch als spartakistisch oder gar bolschewistisch zu nennen.

SS-Orden: Die SS (Schutzstaffel) unter Heinrich Himmler war nicht allein ein Zweckverband, sie war sogleich eine elitäre Gruppierung, die ein romantisches Vorbild im Mittelalter gefunden hatte. Von Anfang an hatte sie niemals den Anspruch eine Massenorganisation zu werden. Strenge Aufnahmebedingungen wie Größe, Ahnenpass und „arisches" Aussehen waren notwendige Faktoren um ein Mitglied in der SS zu werden. Heinrich Himmler und Hitler schufen sich so eine „rassisch reine" Kaderorganisation für ihren zukünftigen „arischen Staat". Im Laufe der Zeit wurde ein ganzer SS-Kult aufgebaut. Die Mitglieder schmückten sich mit Symbolen, wurden in so genannten Ordensburgen ausgebildet und zelebrierten alte, vor allem auch nationalsozialistisch interpretierte germanische Feste. Im Ideal der Nationalsozialisten waren die Mitglieder der SS Kreuz-Ritter, die die Ideologie und die „Tugenden" des Nationalsozialismus wahren, verteidigen und nach Außen tragen bzw. symbolisieren sollten.

Totaler Krieg: Im 19. Jahrhundert tauchte dieser Begriff das erste mal auf und leitete eine neue Form des Krieges ein. Es gilt im Totalen Krieg nicht den Gegner militärisch zu besiegen, sondern in psychisch und physisch zu zerstören. Für die kriegsführenden Staaten bedeutet diese Art Krieg die komplette Unterordnung aller Instanzen unter das Militär. Sämtliche Produktion gilt dem erfolgreichen Sieg. Dazu bedient sich der Staat einer völligen Gleichschaltung und einer umfassenden Propaganda um den Gegner zu diskriminieren. Dieser Krieg brachte auch den Einsatz immer neuer Massenvernichtungswaffen mit sich, was die massive Tötung der Zivilbevölkerung bedeutete. Einen Höhepunkt erreichte der Totale Krieg während es Zweiten Weltkrieges in dem die Wehrmacht, SD, Gestapo und SS einen Vernichtungs –und Völkermord gegen die unterworfenen Völker führte. Am Ende stand die bürokratische und industrielle Tötung in den Gaskammern der Vernichtungslager der Nazis.

Totenkopfverbände: Die SS-Totenkopfverbände (Abkürzung: SSTV) wurden 1933 aus den „Politischen Bereitschaften" der Polizei Bayerns unter dem Kommando des SS-Standartenführers Eicke gegründet. Diese neue Formation erhielt eine Ausbildung als Wachmannschaft für die Konzentrationslager. Eicke selbst übernahm 1934 das für ihn geschaffene Amt des „Inspekteurs der Konzentrationslager". Die Totenkopfverbände zeichneten sich durch besonders brutale Gräueltaten als KZ-Wachmannschaften aus. Als Zeichen trugen sie den Totenkopf, Sinnbild für die Treue der Einheiten gegenüber dem Führer bis in den Tod.

Verfassungsfeindlichkeit: Bezeichnung für alle politischen Aktivitäten, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und vom Bundesverfassungsgericht (BVG) als illegal eingestuft und verboten werden. In der rechten Szene fallen darunter: alle Banner und Abzeichen von NS-Gruppierungen sowie anderer rechtsextremer Gruppen, der Hitlergruß und alle Huldigungen von Nazi-Führern oder anderer Organisationen des Nationalsozialismus sowie alle Arten der Volkshetze, allem voran die "Auschwitzlüge".

Zionismus: Der Zionismus ist eine politische Ideologie, die einen jüdischen Staat auf den alten traditionellen Gebieten in Palästina fordert. Der Zionismus entstand in einer Phase neu entstehendem Antisemitismus in Europa, in der die Gründung eines eigenen Nationalstaates als Ausweg aus der Diaspora und Verfolgung angesehen wurde.
Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Durch das „Rückkehrgesetz" von 1950 besitzt jeder Jude das Recht sich in Israel niederzulassen und sofort die israelische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Damit wurden die Ziele des Zionismus weitgehend erreicht.
Gegner des Zionismus, also Antizionisten verwenden den Zionismus als negativen Kampfbegriff. Viele Antizionisten versuchen eine Trennung zwischen Antizionismus und Antisemitismus herzustellen. Kritiker betonen allerdings die Verbindung beider Ideologien.

ZOG : ZOG ist die Abkürzung für Zionistic Occupied Government („Zionistisch Besetzte Regierung“) und steht für die in Neonazikreisen sehr verbreitete, absurde Theorie einer jüdischen Weltverschwörung. Diese Theorie treibt so bizarre Blüten, dass sich die meisten ZOG-Vertreter andauernd streiten, was die ZOG denn jetzt alles verbrochen hat. Die Regierungen weltweit sind natürlich unterwandert, alle großen Konzerne und die Medien sowieso. Die Anschläge des elften Septembers waren natürlich auch von der ZOG geführt, seltsamerweise, denn andererseits hatte die ZOG das WTC allerdings erst aufgebaut und das Pentagon ist natürlich auch infiltriert.

Die Verschwörungstheorie der ZOG, die sozusagen die Illuminaten, die Templer und die Bielefelder (die übrigens alles nur Untergruppen der ZOG sind) zusammengepackt für die rechte Szene darstellt, gründet auf der Theorie der Nazis im dritten Reich, dass der typische Jude verschlagen, intrigant und reich wäre. Damals hat man die grausamen Massenmorde mit der Gefahr der ZOG (damals natürlich nicht in Englisch) begründet; nach dem Fall des dritten Reiches sahen die Altnazis und vor allem die neu auftretenden Neonazis die Gefahr als nicht abgewendet an und so regiert jetzt in den Wahnvorstellungen der Neonazis die jüdische Weltverschwörung unseren Planeten.

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