Oft genug liest man nun auf unserer Website von rechter Musik. Oft genug macht man sich ein Bild von dieser Musik, und oft genug fragt man sich: Was tun gegen diese Musik und deren Anhänger? Diese Frage stellt sicher nicht nur ihr euch, sondern auch viele andere Bands. Und was kommt dabei raus? Genau, eine Antwort auf diese Musik. Wenn man nun überlegt, welche Antworten es so gibt, so fällt meist als erstes das Lied „Schrei nach Liebe" von den Ärzten auf.

„Warum hast du Angst vorm Streicheln?
Was soll All` der Terz?
Unterm Lorbeerkranz mit Eicheln
Weiß ich, schlägt ein Herz"

Das Lied wird von uns gehört, bei dem Videoclip wird geschmunzelt, bei der Melodie mitgesummt und es werden Merchandising-Produkte gekauft, wie z.B. Poster. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass man das Problem wahrnimmt. Durch die Art der Texte versuchen die Ärzte, einerseits die Rechtsextremen zu provozieren, zugleich ins Lächerliche zu ziehen. Auch viele andere Bands haben sich daran ein Beispiel genommen.

Doch entstehen auf diese Weise wieder neue Vorurteile, wenn z.B. im Lied der Ärzte der Name der Band „Böhse Onkelz" fällt, so wird wieder vermutet, die Onkelz seien heute noch eine rechtsextreme Musikgruppe. Etliche Male haben die Onkelz versucht, von diesen Urteilen loszukommen. Oft gab es Benefizkonzerte, und auch die Onkelz selbst haben mit dem Lied „Hässlich, Brutal und Gewalttätig" eine Antwort gegeben.

„Wir tragen alle Hakenkreuze,
Skinheads haben nur Gewalt im Sinn.
Ist es das, was ihr hören wolltet,
dass wir hirnlose Schläger sind?"

Dennoch werden sie diesen „Ruf" nicht los. Weder Konzerte gegen Rechts noch Lieder bringen sie aus dem Teufelskreis raus. Angefangen hat es mit einem rassistischen Lied „Türken raus" aus dem Album "Hausmannskost". Doch haben sie mehrfach beteuert, dass es eine Dummheit war. Wie es nun wirklich um die Onkelz stand, wird wohl nie wirklich aufgeklärt werden. Aus so einer Sache rauszukommen, ist heutzutage dank der Mediengesellschaft nicht mehr möglich. Dem Publikum wird das gezeigt, was sie hören wollen. Häufig haben Bands dank solcher Geschichten ihr Ende gefunden.

Kann man trotzdem den Medien danken?
Den Medien, in denen sich die rechtsextremen Musiker breit machen? Den Medien, wo alles wirr verdreht wird? Aber eben auch die Medien, denen wir zu verdanken haben, dass dieses Thema überhaupt aufgegriffen wird? Eine Waffe gegen rechte Musik sind Lieder gegen Rechts, die durch die Mediasierung in TV, Radio und Internet schnell verbreitet werden.

So entstanden weitere Lieder, wiederum z.B. von den Ärzten mit „Ein Sommer nur für mich". Doch war die Punkszene nicht die einzige, die sich gegen Rechts engagierte. Auch andere Subkulturen machten mit wie die Gothicszene. Die Band ASP rief mit ihrem Lied „Sage Nein!" dazu auf, was dagegen zu tun. Natürlich gibt es noch viele andere Musiker aus vielen verschiedenen Szenen wie Hip Hop und Rock.

So stellte ich mir eines Tages die Frage: Darf man rechtes Gedankengut bekämpfen, indem man es lächerlich macht? Nimmt man die Aussage eines Liedes noch ernst, wenn man es mit fröhlicher Musik untermalt und amüsante Nebensätze hinzufügt? Wie schon erwähnt, kommt die „Message" an. Aber problematisch ist, dass man rechte Musik als normal akzeptiert. Wie kann man also eine ernste Aussage liefern und trotzdem seine Zuhörer nicht durch fade, musikalische Untermalungen verlieren.

Funny van Dannen versucht, auf ironische Weise das Verhalten der Deutschen zu begründen. Meist sind es Fragen, die er in seinen Liedern stellt. In seinem Lied „ Vaterland" macht er genau dieses und stellt alles in Frage.

„Warum lieben wir Deutschen Sissi so sehr?
Warum mögen wir keine Juden?
Wo haben wir Deutschen unser'n Stolz her
Und was schätzen wir an Imbissbuden?"

So versucht jeder auf seine Weise, eine Antwort zu geben bzw. zu hinterfragen.
Damit geben wir uns der Hoffnung hin, noch viel mehr Antworten zu erhalten, um der rechten Musik und der Haltung den Garaus zu machen.  

Gender

Eine kleine Einführung zu den verschiedenen Geschlechtsidentitäten
als pdf k PDF-downloaden

Frei.Wild

Die Band Frei.Wild bezeichnet sich selbst als nicht politisch. Diese Aussage ist – kritisch betrachtet – jedoch sehr fragwürdig. Phillip Burger, ...weiterlesen

Kritischer Kommentar zum ersten Pegida-Papier

1. für „die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisch oder religiös Verfolgten“ als Menschenpflicht ...weiterlesen

Generation Identitaire

Rechte im Wandel- zwischen sozialem Protest und der Suche nach der Volksgemeinschaft 
...weiterlesen