Auf jeden Fall im Internet! Ob Youtube, Myspace oder Lastfm: Man muss nur einen einschlägigen Suchbegriff der rechten Szene eingeben, so findet man Dutzende von Liedern.

Ebenso leicht ist es, die Musik auf die Plattformen zu stellen, da nur selten überprüft  wird, welche Musik da hochgeladen wird. Meist ist es rechtlich nicht erlaubt, Musik mit rechtsextremen Inhalten ins Internet zu stellen, doch sehen es viele der Musiker als Verbreitungs- und Promotion-Chance. Wozu braucht man noch den deutschen Musikmarkt oder Plattenlabels, wenn doch auch das Volk die Musik verbreiten kann?
Youtube schreibt zwar in seinen Nutzungsbedingungen, dass „Hassreden" gegen bestimmte Rassen, Religionen, ethnischer Herkunft etc. verboten sind, doch niemand achtet wirklich darauf. Auch bei den Videos selbst gibt es einen Melde-Button, doch scheint die Warnung bei den Verantwortlichen nie anzukommen. Man kann ein Video täglich melden, doch ist es nach Wochen immer noch drinnen.

„Wenn sie jetzt ganz unverhohlen
Wieder Nazi-Lieder johlen
Über Juden Witze machen
Über Menschenrechte lachen
Dann steh auf und misch dich ein:
SAGE NEIN!"

Sage Nein zu Rassismus. Oft wird das auf den Seiten geschrieben. Doch auch wirklich eingehalten?
Youtube hat mit „Laut gegen Nazis" eine neue Kampagne gestartet. So ist ein eigener „Channel" entstanden, um gegen das Einstellen von rechter Musik anzukämpfen. Zeigt also die Plattform doch ein schlechtes Gewissen? Ist es jetzt noch möglich, diesen „Angriff" der Rechten aufzuhalten? Es wird ebenfalls darauf aufmerksam gemacht, zu „flaggen", also zu melden, wenn rechtes Gedankengut bei Youtube auftauchen sollte. Wie schon oben erwähnt, werden diese Beschwerden nicht wirklich wahrgenommen. So fragt man sich, ob es sich nun ändern wird. Wir wollen es hoffen.

Doch ist es ja nicht nur Youtube, sondern auch Myspace, wo ebenfalls in den Nutzungsbedingungen erwähnt wird, dass rechtes Gedankengut verboten ist, doch auch dort hält sich niemand dran. Viele rechtsextreme Musiker sind dort angemeldet, doch relativ schwer ausfindig zu machen, wenn man nicht die passenden Stichwörter hat.
Positiv ist jedoch bei Myspace, dass die Meldungen wahrgenommen werden und ab einer bestimmten Zahl von Meldungen die Seite des Musikers gelöscht wird. Was den Musiker wiederum nicht aufhält, sich noch mal neu anzumelden, da die Emailadresse nicht geblockt wird. Ein kleiner Schritt für den Musiker. Ein großer Schritt für die Bekämpfung der rechtsextremen Musik auf öffentlich zugreifbaren Internetportalen wäre es, wenn Benutzer, die rechtsextrem aufgefallen sind, gesperrt würden.

"You agree not to place any libellous, defamatory, illegal or offensive material on the Website."
Das steht bei den Nutzungsbedingungen von Lastfm und trotzdem lassen sich etliche rechte Bands finden, noch einfacher als bei Youtube oder Myspace. Hier gibt es spezielle Tags, die einen sofort in eine bestimmte Kategorie bringen, wie zum Beispiel „Rechtsrock" - und schon hat man eine Liste voller Musiker dieser Kategorie. Doch lassen sich hier weder Meldebuttons finden noch andere Möglichkeiten, um auf rechtes Gedankengut hinzuweisen.
Viele der rechten Bands auf Lastfm sind deutschlandweit in der Szene bekannt für ihre Gedanken, wie zum Beispiel Landser und Nordwind.

„Ob als Penner oder Sänger,
Bänker oder Müßiggänger,
Ob als Schüler oder Lehrer,
Hausfrau oder Straßenkehrer,
Ob du sechs bist oder hundert,
Sei nicht nur empört, verwundert"

Was also können wir nun tun, um dem ein Ende zu bereiten? Es melden? Wie man gesehen hat, bringt das wohl nicht sehr viel. Es einfach ignorieren, abwarten, nichts tun?

„Hab dann keine Angst zu schrei'n:
SAGE NEIN!"
(Songtext „Sage Nein" von ASP)

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