Rechtsrock ist ein Phänomen, das bei der Behandlung von Rechtsextremismus, Faschismus und Rassismus nicht außer Acht gelassen werden darf. Musik nimmt einen großen Teil unserer Kultur ein. Es ist aber nicht allein eine Komposition, eine Melodie, die uns gefällt. Mit seinen Texten ist das Medium Musik eine wichtigeskinheads2 Informationsquelle. Musik vermittelt ein allgemeines Weltverständnis, bildet Meinungen und führt zur Übereinstimmung oder zur Abgrenzung des Hörers von den Ansichten des Interpreten. Rechtsextremisten nutzen in vielen Fällen ihre Musik, um ihre Ideale, ihre Vorstellungen zu verbreiten und finden dafür zahlreiche Abnehmer gleicher Gesinnung. Durch die starke Nachfrage verdienen sich zahlreiche Verleger und Plattenfirmen dumm und dämlich an der Herstellung und der Vermarktung von rechter Musik verpackt in Rock, Pop, Schlager, Volksmusik usw. usf., denn "Rechtsrock" ist heute der Begriff für den politisch rechten Inhalt der Lieder in allen Musikrichtungen.

Gerade Jugendliche sind häufig die Abnehmer. In rechter Musik finden sie ihre eigenen Vorstellungen wieder, sie können sich mit den Musikern und den Inhalten identifizieren. Stupide, simple Texte lassen sich leicht merken, Parolen können entstehen und sich dementsprechend verbreiten. Dies fördert wiederum den Austausch mit Gleichgesinnten. Viele angehend junge Rechte gelangen durch rechte Musik zu ihrer endgültigen Gesinnung, eine Weiterentwicklung der eigenen Meinung - vielleicht in eine andere politische Richtung - wird verhindert.

Beim Erstehen von Tonträgern ist zu beachten, dass die entsprechenden Produkte meist nur kurze Zeit auf dem Markt sind. Die Kunst der Kunden besteht also darin, die Ware zwischen Erscheinung und Zensur zu bekommen, was Verleger und Label zugute kommt. Die Gewinne an der Vermarktung rechter Musik stiegen mit der Zeit in unerwartete Höhen. Angefangen bei Kleinstpreisen verdienen die Firmen mittlerweile Beträge im Millionenbereich. Hinzu kommt, dass die illegalen CDs zum Teil übermäßig teuer sind, die Bands aber nicht von ihrer Musik leben können. Konzerte, Studioaufnahmen etc. können nur neben dem eigentlichen Job wahrgenommen werden.iankl1

Bei all diesen Fakten erscheint es umso erschreckender, dass die Bedeutung der rechten Musik ständig zunimmt. Allein in Deutschland existieren über hundert Fascho-Bands. Die Konzerte dienen nicht nur dem Hören und Sehen der Bands, sondern dienen häufig dem Treffen von Rassisten, Faschisten und Nazis. Konzerte bilden Plattformen für Informationsaustausch, sie haben Versammlungscharakter, die rechte Ideologie kann ohne weiteres verbreitet werden, neue Sympathisanten werden angeworben und Produkte wie propagandistische Kleidung, Tonträger, Fanzines o.ä. gelangen in Umlauf.

Im Internet ist darauf zu achten, dass das Angebot der rechten Seiten häufig auch Bandseiten beinhalten, die verbotene Inhalte und Symbole zeigen und dass bei der Zerstörung von rechten Seiten ebenso die Seiten von Labels und Bands nicht vergessen werden sollten.

„Blood & Honour“
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Die Skinheads gehörten niemals einer einheitlichen ideologischen Richtung an. In Polen beispielweise gab es immer vorwiegend Redskins, während in Spanien, Italien, Griechenland und Südamerika eine Mehrheit an faschistischen Skins vorherrschte, die dem spanischen Diktator Franco huldigten oder Hakenkreuzfahnen schwenkten. Deshalb wurden mitunter Anstrengungen unternommen, die Skinheads weltweit zu einigen. Der wichtigste Person, die in diesem Zusammenhang genannt werden muss, ist Ian Stuart Donaldson.
Ian Stuart war Sänger in der bekannten Londoner White-Power-Band The Skrewdriver. Diese Band hatte sich schon 1979 mit ihrer Punk-Musik einen Namen gemacht, trat aber bald zum Nationalsozialismus über und wirkte aktiv bei der National Front mit. Bekannteste Songs waren „White Power“ und „Smash the IRA“. Ehrbegriff, die Blut- und Boden-Ideologie der HJ, die Bekämpfung von Dunkelhäutigen, Homosexuellen, Langhaarigen, Juden, Kommunisten, Vergewaltigern und Junkies und die Zerstörung der IRA zeichneten ihre Texte aus.
Stuart selbst hatte sich in den Kopf gesetzt, weltweit die weiße Rasse als Macht zu einen. Zu diesem Zweck gründete er Ende der 80er Jahre die Organisation „Blood&Honour“. Die gleichnamige Zeitung wurde überall in Europa verkauft. Es existierte jeweils ein internationaler Teil und ein nationaler oder lokaler Teil, der Bandinterviews, Konzertreportagen und Werbung für Schallplatten, Zeitungen und Bücher beinhaltete. B&H erleichterte die weltweite Vermarktung von White-Power-Musik und Zeitschriften mit Nazi-Ideologie ungemein. Die internationale Bewegung bedurfte ständiger Reisen, einer aufwendigen Organisation und jeder Menge Konzerte der Skrewdriver in Europa und den USA. Ohne Ian Stuart hätte die White-Power-Bewegung niemals diese Verbreitung gefunden. Seit seinem Tod 1993 wird er als Märtyrer der Skinhead- und NS-Bewegung betrachtet und an seinem Todestag jährlich geehrt. B&H wurde weitergeführt und existiert noch heute. In Deutschland ist die Organisation sowie die Zeitschrift gesetzlich verboten. Beides existiert dennoch fort und findet weiterhin zahlreiche Abnehmer.

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