Nazi-Lügen

Viele alte und neue Nazis argumentieren, dass der Nationalsozialismus auch Vorteile für Deutschland gehabt habe. Oft hört man Aussagen wie „Am Nationalsozialismus war nicht alles schlecht“ oder „Hitler hat endlich Ordnung im Lande geschaffen“. Solche Aussagen sind natürlich völliger Unsinn, und diese rechte Propaganda ist leicht zu widerlegen. Alle diese Aussagen sind völlig haltlos. Wir wollen als Beispiel einige der beliebtesten Nazi-Argumente genauer betrachten:

Lüge Nr. 1:     „Hitler hat endlich wieder eine gute Ordnung geschaffen“

Deutschland befand sich 1933 tatsächlich in einer katastrophalen Lage: Es herrschte Massenarbeitslosigkeit und in den Städten gab es ständig Konfrontationen von rechts- und linksextremen Gruppen, brutale Straßenschlachten waren an der Tagesordnung. Die Partei Hitlers, die  NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) hatte eine paramilitärische Vereinigung gegründet, die Sturmabteilung (SA), die zahlenmäßig sogar der damaligen Armee weit überlegen war. Mit diesen Truppen konnte Hitler, auch als er noch nicht an der Macht war, jeglichen politischen Gegner einschüchtern und die Bevölkerung terrorisieren. Hitler sah sich stets als Führer und alleiniger Befehlshaber der Partei und deren Mitgliedern, so wie er sich später als Führer Deutschlands sah. Die Befehlsgewalt über die SA hatte zwar ein anderer Parteifunktionär, doch dieser war Hitler zu diesem Zeitpunkt noch treu ergeben.   
Als die Nazis Anfang 1933 an die Macht kamen, schufen sie umgehend ihre eigene „Ordnung“: Eilig wurden die ersten Konzentrationslager (KZ) errichtet, wo jeder politische Gegner der Nazis inhaftiert und gefoltert wurde. Viele kamen nie wieder heraus und wurden durch schwere Zwangsarbeit zu Tode gequält. Jegliche Opposition wurde aufgelöst und die Gestapo (geheime Staatspolizei) überwachte die Bevölkerung. Die Gewerkschaften wurden abgeschafft, so dass alles, wofür die Arbeiterklasse seit dem Kaiserreich gekämpft hatte, in wenigen Wochen zerstört war.
Wenn alles sofort ausgemerzt wird was in irgendeiner Weise anders ist, und niemand sich traut zu protestieren, herrscht eine Ordnung, aber  keine Gute. Hitler hatte die absolute Befehlsgewalt in Deutschland, so konnte er Deutschland leicht auf den Krieg zusteuern. Wozu uns diese „Ordnung“ geführt hat, konnte man spätestens 12 Jahre später (1945) sehen: 55 Millionen Menschen waren im Krieg umgekommen, die deutschen Städte lagen in Trümmern, halb Europa war zerstört und Deutschland hat in diesen 12 Jahren die schlimmsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen.

Lüge Nr.2:   „Hitler hat für die Deutschen Arbeitsplätze geschaffen“

Dies ist eine der lächerlichsten Behauptungen der Rechten. Hitler hat lediglich durch einige Tricks die Arbeitslosigkeit vertuscht, aber in dieser Richtung niemals eine nachhaltige Politik betrieben.
Sofort nach der Machtergreifung der Nazis wurde Deutschland militärisch aufgerüstet und zwar mit enormer Geschwindigkeit. Der Staat nahm hohe Kredite auf, um die Rüstung zu bezahlen. Dementsprechend florierte auch die Waffenindustrie. Viele Arbeiter konnten in diesen Rüstungsfabriken beschäftigt werden. Letztlich ist es natürlich nicht nachhaltig die Industrien mit Krediten zu finanzieren. Eine der wesentlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit war also die Vorbereitung auf einen mörderischen Krieg.
Um die Arbeitslosigkeit weiter einzudämmen, mussten alle Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss eine Art Zwangspraktikum absolvieren, welches ein Jahr dauerte. Die Jugendlichen wurden nicht bezahlt und mussten relativ primitive Arbeiten verrichten, wie z.B.  im Straßenbau oder im Haushalt anderer Familien. Dadurch wurden jedes Jahr einige potenziellen Neueinsteiger in die Arbeitswelt für eine Weile anderweitig beschäftigt. Sofort nach der Machtergreifung Hitlers wurde die Armee erheblich vergrößert. Viele Männer verschwanden einfach vom Arbeitsmarkt, weil sie Soldaten wurden und dementsprechend auch keinen Arbeitsplatz einnahmen. Damit wurde die Arbeitslosigkeit natürlich auch gesenkt. Damals hat ein großer Teil der Bevölkerung diese Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit bejubelt, heute sehen wir das natürlich aus einer anderen Perspektive: Es waren die Vorbereitung zum schlimmsten Krieg der Menschheitsgeschichte.  Mit solchen Maßnahmen wurde zwar die Arbeitslosigkeit gesenkt, aber die Kosten waren enorm, und sollten von den Gewinnen des Krieges, das heißt von der Ausbeutung anderer Völker bezahlt werden. Dauerhaft allerdings hätte es schlicht zum Bankrott Deutschlands geführt.

Lüge Nr.3: „Der Nationalismus hat Deutschland einen wissenschaftlichen und kulturellen Aufschwung gebracht“

Das ist eine wirklich erbärmliche Lüge. In den ersten Jahren des dritten Reiches sind über eine Million Deutsche ausgewandert. Dies war die geistige Elite Deutschlands, die klügsten  Köpfe aus allen  wissenschaftlichen Bereichen. In den 1920er Jahren waren Deutsche überdurchschnittlich oft Träger des Nobelpreises. Damit war nun Schluss. In der Zeit des Nationalsozialismus waren die kulturellen Leistungen der Deutschen gleich null. Es ist weder im Bereich der Naturwissenschaften noch im Bereich der Geisteswissenschaften irgendetwas Verwertbares übrig geblieben.  Lediglich im Bereich der Waffentechnik wurde eifrig geforscht, Deutschland erfand zum Beispiel den Düsenmotor und entwickelte die erste Raketentechnik. Dr. Wernher von Braun zum Beispiel, ein Mitglied der NSDAP und der SS und entwickelte die V2, einer Rakete mit Bombenbestückung, die Deutschland auf englische Städte schoss. Nach dem Krieg fing von Braun an für die NASA zu arbeiten. Er war stets sehr umstritten, aber er brachte wichtige Kenntnisse aus seiner Arbeit in Deutschland für die NASA mit. Aber jegliche technische Forschung im 3. Reich hatte die Grundlage des Kriegzwecks und sollte letztlich Menschen töten.
Dabei waren die Jahre vor 1933, also die Weimarer Republik, eine der schöpferischsten Epochen in der deutschen Geschichte, die Migration der damaligen geistigen Elite hat Deutschland bis heute nicht ganz verwunden.

Lüge Nr. 4: „Hitler wollte niemals einen Krieg!“

Hitler hat bereits in seiner Autobiographie von 1923 „Mein Kampf“ die Beschreibung eines Staates unter seiner Führung vorgenommen. Seine Ausführungen vom sog. „Völkischen Staat“ haben große Ähnlichkeit mit der Realität des Dritten Reiches. Hitler hatte schon 1923, also 10 Jahre bevor er an die Macht kam, eine recht gute Vorstellung von Deutschland unter seiner Führung, er träumte schon 1923 von einem „rassisch-reinen deutschen Großreich“.
In einigen Passagen seines Buches beschreibt er das angebliche Problem des „Deutschen Lebensraumes“. Seiner Meinung nach liege die Zukunft des Deutschen Volkes im Osten Europas, auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion, Tschechiens und des damaligen Polens. Er behauptete, dieses Land muss dem „reineren“ Volk gehören und dieses müsse es sich notfalls durch das „Faustrecht“ erkämpfen. Das „schwächere“ Volk müsse dabei in einer entscheidenden Schlacht vernichtet werden! Wie gesagt, all das schrieb Hitler bereits 1923. Mit dem  „Faustrecht“ meint Hitler ohne Zweifel einen Krieg. Leider wurde „Mein Kampf“ zwar oft verkauft, doch dann stand das Buch  fast immer nur in den Schränken, da es sehr schlecht geschrieben und langweilig zu lesen war. Deshalb wurde seinen verrückten Gedanken zunächst auch nur wenig Gehör geschenkt und wenn doch, wurden sie oft nicht ernst genommen.

Lüge Nr. 5: „Aber Hitler hat doch immerhin die Autobahnen gebaut“

Ja, er hat die Autobahnen bauen lassen. Allerdings ist fragwürdig, wie viel Anteil er wirklich an diesem Projekt hatte. Die erste deutsche „Autobahn“ wurde schon 1921 unter dem Namen AVUS in Berlin eröffnet, 1929 fiel der Begriff „Autobahn“ erstmals im Zusammenhang mit dem Projekt „Hafraba“, einer Schnellstraße von Hamburg über Frankfurt nach Basel. 1932 benannte sich die Fachzeitschrift des Projekts von Hafraba als Analogie zur „Eisenbahn“ in „Autobahn“ um. Schon 1927 existierten in der Weimarer Republik Pläne für ein 22.000 Kilometer langes Fernstraßennetz, die allerdings durch den Börsenkrach durchkreuzt wurden.
Ironischerweise war Hitler zuerst ein Gegner dieses Projekts, bis die strategische Bedeutung der Autobahn für effizienten Truppentransport klar wurde. 1933 und 1934 griffen die Nazis die Pläne der Weimarer Republik auf und spannen diese weiter; die finanziellen Probleme, die sich dadurch ergaben, wurden durch massive Verschuldungspolitik kurzfristig umgangen. Insofern ist es gut möglich, dass die Autobahn auch ohne Hitler gebaut worden wäre.

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