"His mind slid away into the labyrinthine world of doublethink. To know and not to know, to be conscious of complete truthfulness while telling carefully-constructed lies, to hold simultaneously two opinions which cancelled out, knowing them to be contradictory and believing in both of them; to use logic against logic, to repudiate morality while laying claim to it, to believe that democracy was impossible and that the Party was the guardian of democracy; to forget whatever it was necessary to forget, then to draw it back at the moment when it was needed, and then promptly to forget it again: and above all, to apply the same process to the process itself. That was the ultimate subtlety: consciously to induce unconsciousness, and then, once again, to become unconscious of the act of hypnosis you had just performed. Even to understand the word 'doublethink' involved using doublethink."

1946/47 schrieb Eric Arthur Blair auf der Insel Jura (vor Schottland) einen dystopischen Science-Fiction-Roman, der im Juni '49 erscheinen sollte und für Furore sorgte wie kaum ein anderes Buch dieses Genres. Der Autor ist heute besser bekannt als "George Orwell" und das Buch heißt "1984", und noch heute steht Orwell namentlich für absolute Überwachung und Datenmissbrauch, wie er ihn in seinem Buch schildert, teils inspiriert von der Unterdrückung in den Sowjetstaaten, aber auch geprägt durch trotzkistische und anarchistische Ideen, Kapitalismuskritik und Identitätsverwirklichung.

Bis heute wird die Realität oft mit seinem Werk verglichen, soziale Strömungen und politische Entscheidungen werden an der Dystopie gemessen und Pessimisten verkünden unablässig einen unvermeidlichen Absturz in die totalitären Strukturen eines "1984"er-Regimes. Doch dabei wird ein sehr interessanter Aspekt oft außer Acht gelassen, der gerade bezogen auf rechtsextreme und neo-nationalsozialistische Weltbilder an Brisanz gewinnt: Doppeldenk.

Doppeldenk (im engl. Original "doublethink", in frühen deutschen Ausgaben Zwiedenken) bedeutet so viel wie: Beherrschung einer psychologischen Taktik, um sich selbst dazu zu bringen, seine Realität wider jede Vernunft wahrzunehmen. Diese Taktik beinhaltet selektives Vergessen, Umlenken von Gedankenströmen, sollten die Gedanken in eine unangenehme Richtung abdriften und konsequentes Unterdrücken jeder anderslautenden Meinung. Ohne verallgemeinern zu wollen, findet man doch in der Neonazi-Szene immer wieder und immer vermehrter Aussagen, Ereignisse und Taktiken, bei denen man, die Kenntnis des Buches vorausgesetzt, nicht umhin kann, an "Doppeldenk" erinnert zu werden.

"(Doppeldenk bedeutet) die Fähigkeit, in seinem Denken zwei widersprüchliche Überzeugungen aufrechtzuerhalten und beide zu akzeptieren."

Dies nimmt schon in scheinbar harmlosen Stammtischparolen seinen Anfang. Das gängigste und fast schon zum Klischee gewordene Vorurteil von Rechtsextremen und solchen, die es werden wollen, ist wohl unzweifelhaft: "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg." Diese Aussage an sich beinhaltet meist schon ein gewisses Maß an Doppeldenk, da systematisch und gezielt sämtliche konkreten Fakten, wie die Abhängigkeit ganzer Branchen von Angestellten und Leitern mit Migrationshintergrund, ignoriert werden.

Endgültig widersprüchlich wird es dann aber, wenn unweigerlich der nächste Spruch kommt: "Und die hängen immer nur faul rum und werden vom Staat durchgefüttert!" Diese beiden Aussagen widersprechen sich auf einem elementaren Niveau. Entweder die Ausländer nehmen die Arbeitsplätze weg, oder sie werden als Arbeitslose vom Staat durchgefüttert. Beides geht nicht. Natürlich gibt es die Möglichkeit für Schwarzarbeit, aber das ist wohl kaum die Arbeit, die "die Deutschen" so unbedingt benötigen; und wenn es halb-halb oder ein sonstiges Mischverhältnis ist, kann man zum einen nicht mehr von "den Ausländern" sprechen, zum anderen werden beide Probleme dadurch elementar verschärft, da die arbeitenden Ausländer Steuern und Lohnnebenkosten abführen, die zur Ernährung der arbeitslosen Ausländer führen würde (vorausgesetzt natürlich, wir bleiben auf der gedanklichen Ebene der Neonazis und ignorieren sämtliche juristischen, politischen und gesellschaftlichen Komplikationen, die sich in einem solchen Fall ergeben - natürlich ist das alles weit komplizierter, aber hier geht es ja um den ELEMENTAREN Widerspruch).

Endgültig bizarr wird es dann natürlich erst, wenn die Ausländer sowohl legale Arbeitsplätze wegnehmen, als auch als gemeldete Arbeitslose durchgefüttert werden und dann auch noch "Alle illegal hier" sind. Sowohl für einen legalen Arbeitsplatz als auch für Finanzbezüge muss man gemeldet sein; aber Doppeldenk macht es möglich, dass die Ausländer gleichzeitig legal und illegal hier sind und gleichzeitig arbeiten und nicht arbeiten.

"Absichtlich Lügen zu erzählen und aufrichtig an sie zu glauben..."

Das Zelebrieren des Widersinnigen setzt sich gerade in der Propaganda diverser Organisationen fort, wie in der hdj, der rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend ". Diese Organisation tritt, zum Beispiel, in der Öffentlichkeit für die Erhaltung der verfallenden Werte der Menschheit ein, gegen die Verrohung der Jugend und für Kameradschaft und Hilfsbereitschaft.

Gleichzeitig hat diese Organisation aber offensichtlich keine Probleme damit, diese Werte ausschließlich nach innen zu beziehen, und nicht nur das, sondern sogar so weit zu gehen, Hilfsbereitschaft gegenüber Bedürftigen per se als Schwäche anzusehen und Kinder und Jugendliche gezielt in Nahkampf und Militärtechniken zu unterrichten - im Namen der Nächstenliebe. Wenn man sich den Fanatismus vieler Mitglieder ansieht, ist es schwer vorstellbar, dass intern die Richtlinien der Organisation nicht ernst genommen werden; stattdessen scheint tatsächlich eine Doppeldenk-artige Verklärung der eigenen Moral stattzufinden.

Das gleiche Phänomen findet sich bei vielen rechtsextremen Organisationen, gerade Neonazi-Mediennetzwerke wie "media pro patria" bedienen sich dieser Technik. In einem Werbevideo findet man tatsächlich den Aufruf, dem "System" (dazu später noch mehr) den Krieg zu erklären, und allen Ernstes wenige Sekunden später einen aus linken Kreisen (auch hier später noch mehr) adaptierten Schlachtruf nach "Nie wieder Krieg" - auch wenn sie offensichtlich diesen Frieden auf nach ihrem "Sieg" vertagen.

Das führt zu einer weiteren, tieferen Ebene von Doppeldenk: denn den Sieg wollen sie offensichtlich über das "System" feiern, als dessen Schwachpunkte sie Korruption, Unterdrückung und Gleichmacherei aufführen. Nichtsdestotrotz scheint es ihnen nichts auszumachen, dass sie diesen selbsterklärten Bürgerkrieg offensichtlich im Namen des Nationalsozialismus führen - also im Namen all der Dinge, die sie eigentlich bekämpfen wollen.

Ähnlich hierzu finden sich die Schmährufe gegen die "gewalttätigen Ausländer"  und Aufrufe zur Gewaltlosigkeit gerade bei den Organisationen oder Splittergruppen, die selbst am brutalsten zuschlagen, vorgeblich, um sich gegen den Gewaltterror der Ausländer zu wehren; auch das beliebte Schlag- und Kampfwort "Freiheit" wirkt vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus ziemlich schal und benutzt.

Die Neonazis bekämpfen also nicht einfach Feuer mit Feuer. Sie suchen sich also ein vermeintliches Feuer, beschuldigen es dem Feuer, und gehen mit Feuer gegen das Feuer vor, im Namen des Feuers und das Feuer schmähend und um das Feuer zu ehren und das Feuer zu vernichten und das ewige Feuer zu entzünden und gleichzeitig die Vorfreude auf eine Welt ohne Feuer zu zelebrieren - so verdrehtes Doppeldenk hätte sich nicht einmal Orwell träumen lassen.

"...jede beliebige Tatsache zu vergessen, die unbequem geworden ist, und dann, falls es wieder nötig ist, sie aus der Vergessenheit zurückzuholen..."

Mag es politischer Populismus oder kleinlauter Selbstbetrug sein - nahezu jede rechtsextreme Organisation oder Gruppierung ist ohne zu zögern dazu bereit, kleinere Fakten oder Tatsachen zu verdrängen und gezielt unter den Tisch fallen lassen, um ihr mühsam aufgebautes Weltbild nicht zu gefährden. Diese kleinen und größeren Lügen haben meist mit dem "System" zu tun, was auch immer das im Einzelfall bedeuten soll. Meistens ist das "System" ein Synonym für all das, was einen persönlich gerade unglücklich macht, über Umwege projiziert auf die Juden oder die Linken.

Dabei wird aber ohne Probleme ausgeblendet, dass es oft gerade dieses System ist, dass ihnen eine Existenzgrundlage gibt. Insbesondere extreme Gruppen, die gerne und lautstark nach mehr "Meinungsfreiheit" brüllen, vergessen dabei mit Vorliebe, dass es die liberale Politik der Bundesrepublik ist, die ihnen dieses Gebrüll überhaupt erlaubt. In einem großen Teil der heute existierenden Staaten würde man dermaßen extrem von der Regierungsmeinung abweichende Demonstrationen und Organisationen nicht nur nicht tolerieren, sondern mit extremer Gewalt niederschlagen - von dem von gerade diesen Gruppen verehrten dritten Reich wollen wir in Bezug auf Meinungsfreiheit gar nicht erst sprechen.

Mehr noch, zum Teil toleriert das System diese Meinungsfreiheit nicht nur, sondern fördert sie sogar - wie die "Volksfront Medien", die konstant und nachdrücklich dem "System", dem Staat und der Regierung den Krieg erklären, aber ironischerweise finanziert werden durch Gelder der NPD-Bundespartei - also vom ach so verhassten System.

Apropos Hass: Auch die Antifa und ähnliche Gruppierungen werden auf eine bizarre Weise gleichzeitig gehasst und bewundert, verdammt und heimlich kopiert. Nicht nur, dass die gesamte Querfront-Strategie auf einer Imitation der linken und liberalen Szene basiert, die Neonazis haben sogar keine Probleme damit, Taktiken aus dem "Feindlager" unreflektiert zu kopieren, in der Hoffnung, damit einen ebenso großen Erfolg zu haben. Die selbst ernannten "Autonomen Nationalisten" sind hierfür wohl das beste Beispiel: jahrelang und auch jetzt unausgesetzt freuten sich diverse Neonazis über den autonomen "Schwarzen Block", der hervorragend geeignet war, Ängste in der Bevölkerung zu schüren und die gesamte linke Szene als gewalttätig und antisozial zu diffamieren. Davon abgehalten, die Demo-Taktiken, Kleidung, Symbole, Parolen, Ausstattung und Vorgehen der Autonomen eins zu eins zu kopieren, hat sie das allerdings nicht.

Hierbei muss festgehalten werden, dass gewalttätige und destruktive Demonstrationstaktiken und Zerstörung als Mittel zur Meinungsäußerung von der linksextremen Szene genauso wenig zu tolerieren sind wie von der rechtsextremen Szene. Gewalt als politisches Mittel ist in jedem Fall absolut inakzeptabel und steht nicht zur Diskussion. Um allerdings die linksextremen Demonstranten als brutale, asoziale Volksverräter abzustempeln und im gleichen Atemzug die rechtsextremen Demonstranten, die sich teilweise nur um wenige Buchstaben auf den Transparenten unterscheiden, als heldenhafte Soldaten im Krieg gegen das System hochleben zu lassen - das liegt endgültig fernab der Ufer von Logik und Menschenverstand.

"...nur so lange wie nötig, die Existenz einer objektiven Realität zu leugnen und gleichzeitig die Realität zu akzeptieren, die man verleugnet; All dies ist zwingend notwendig."

Die hier beschriebene Realitätsverdrehung je nach persönlicher Vorliebe setzt sich vor allem in historischem Kontext klar fort. Durch schon nicht mehr als armselig zu bezeichnende Versuche der Geschichtsverkrittelung, Fälschung von Daten, gezieltem Ignorieren von Dokumenten (oder dem Vorwurf deren Fälschung) und Aufstellung von absurd-albernen Behauptungen und wiederum konsequentem Ausblenden aller Gegenbeweise wird versucht, die deutsche Geschichte in Details oder auch im Ganzen zu verfälschen, verbiegen oder umzuschreiben. Die Holocaustleugnung ist das wohl prominenteste dieser Beispiele, aber auch die Rolle von Rudolf Hess als Kriegsverbrecher oder sogar die Mitwisserschaft von Hitler am Holocaust werden geleugnet (einige gehen sogar so weit, zu behaupten, dass Hitler nie etwas vom Krieg wusste und diesen nie gewollt hatte - die entsprechenden kriegshetzerischen Schriften, Ansprachen, Dokumente und Passagen aus "Mein Kampf" werden großzügig übersehen).

Allgemein sind Neonazis bereit, gegen jede Logik zu argumentieren, sofern es der Sache nützt, gerade, wenn dabei Ignoranz gegenüber der Geschichte am Werk ist. Bereits erwähnt wurde die Absurdität des Kampfes der Nationalsozialisten für die Freiheit, aber genauso wahnwitzig klingen Rufe von Nazis, die der Bundesrepublik vorwerfen, keine Demokratie zu sein, gezielt Zensur zu betreiben und den Wirtschaftsbossen in die Taschen zu spielen - ein bisschen Doppeldenk und schon ist das Dilemma gelöst, dass der Nationalsozialismus selbst nicht gerade für Demokratie, Meinungsfreiheit und Wohlstand für alle steht. Diese Forderungen und Anschuldigungen gewinnen an Lächerlichkeit, je deutlicher der jeweilige Sprecher sich zum dritten Reich und Hitler bekennt.

"Selbst der Gebrauch des Begriffes 'Doppeldenk' macht die Verwendung des Doppeldenkens erforderlich. Denn schon alleine indem man diesen Begriff verwendet, räumt man ein, die Realität zu manipulieren..."

Nicht einmal die rechtsextreme Sprache und Kampflinguistik ist frei von Doppeldenk. Im Gegenteil - gerade die beliebtesten Phrasen und Schlagwörter beinhalten an sich schon einen immanenten Widerspruch und entlarven bei genauerem Hinsehen die Absurdität, die im unterschwelligen Vorwurf, meist an die Linke, mitschwingt.

Ein exzellentes Beispiel dafür ist der in rechtsextremen Kreisen sehr gern gebrauchte Vorwurf des "Gutmenschelns" oder "Gutmensch" als Beleidigung für - naja, eigentlich für alle anderen. Wörtlich setzt sich Gutmensch von "guter Mensch" zusammen und beschreibt einen übermäßig naiv und moralisierend auftretenden Menschen - ob aus Berechnung oder aus tatsächlicher Naivität, sei dahingestellt. Im Allgemeinen bezeichnen die Neonazis damit Politiker aller demokratischen Parteien, sowie alle, die es irgendwie wagen, rechtsextreme Meinungen zu kritisieren.

Damit wird den Nazikritikern vorgeworfen, durch eine falsch verstandene Betroffenheit und durch schafartige Dummheit (oft durch die "linksliberal kontrollierten Medien", wahlweise auch "jüdisch kontrolliert" oder beides in beliebiger Kombination) von der Gesellschaft akzeptierte Phrasen nachzuplappern und dabei den Kern der Diskussion nicht zu begreifen. Tatsächlich hat sich "Gutmensch" in Neonazikreisen vielerorts etabliert als bequeme Killerphrase, um einen politischen Gegner zu diffamieren, ohne angeben zu müssen, wo dieser eigentlich angeblich Unrecht hat - indem man ihm nämlich eine eigene Meinung und eine grundsätzliche Diskussionsfähigkeit abspricht. Oft fällt auch der angebliche "Schuldkomplex" in diesem Zusammenhang.

Doch gerade umgekehrt wird ein Schuh daraus. Während auf Seite der Nazikritiker vor allem gebildete Historiker, Politwissenschaftler und Literaten sitzen, wird der Vorwurf des "Gutmenschelns" seitens der Rechtsextremen meist zu dem Zeitpunkt gebracht, in dem ihnen die spärlichen Argumente ausgehen. Tatsächlich findet man gerade bei Neonazis viel eher nachgeplapperte Phrasen ohne Wissen um die Zusammenhänge - "Gutmensch" ist eine dieser Phrasen, wodurch sie sich schon selbst ad absurdum führt.

Aber nicht genug damit - gerade der stark moralisierende und pathetisch-frömmelnde Appell ans Volk ist traditionell in rechtsextremen Kreisen zu Hause. Man muss nicht Soziologie studiert haben, um zwischen Kritik an einem totalitären, menschenverachtenden System und dessen Anhängern einerseits und dumpfem Gelaber gegen Ausländer, Homosexuelle und Andersgläubige andererseits unterscheiden zu können.

Auch die "Political Correctness", ursprünglich ein teils selbstironisch gebrauchter Begriff aus der Studentenbewegung, aber Anfang der 90er als Kampfphrase, ist geradezu lächerlich im Vorwurf. Essentiell sagt der oft als "PC" abgekürzte Begriff aus, dass die Linke (wieder sprich: alle anderen) aus kriecherischer Demut und Nationalscham jede provokative und aufrüttelnde Aussage sofort zensiert und verbietet. Unter "Political Uncorrectness" findet man meist also Nazisymbole, gezielte Volksverhetzung, Kampfansagen und Holocaustleugnung.

Tatsächlich haben die Neonazis den Begriff nicht einmal kapiert, denn ursprünglich bezeichnet er eine Anpassung der Sprache, um beleidigende oder diffamierende Sprache zu vermeiden (statt Pfadfinder "PfadfinderInnen", statt Krüppel "Behinderter" oder noch eher "Mobilitätseingeschränkter Mitbürger"). Über den Sinn bestimmter überkorrekt zurechtdefinierter Bezeichnungen kann man sich natürlich linguistisch streiten - aber es sollte ja auch nicht vergessen werden, wer diese Taktik seit Jahren tatsächlich gezielt zur Verschleierung und Verharmlosung von Verbrechen und Menschenverachtung einsetzt .

"...Durch eine erneute Anwendung des Doppeldenkens jedoch löscht man diese Erinnerung aus; und so ist die Lüge der Wahrheit ohne Ende immer einen Schritt voraus."

Neonazis belügen sich oft selbst; und da sie sich oft selbst die Nächsten sind und niemand von seinem Nächsten gern belogen wird, ist es sehr schwierig, das Netz aus Gedankensprüngen, Selbstbetrug, Scheinlogik und Finten, sprich: das Doppeldenk zu durchschauen, geschweige denn zu durchbrechen. Es gibt nur ein einziges Heilmittel: Vernunft. Den Mut, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen und mit seinem Verstand den Lügen der Nazis wiederum immer einen Schritt voraus zu sein, sich nicht einlullen zu lassen von bequemen Phrasen und schwarzweiß-Weltbildern, von Demagogen und Populisten, von selbsternannten Volksrebellen und verblendeten Sprüchedreschern. Das einzige Gegenmittel ist es, zu hinterfragen, offensichtliche Widersprüche zu entwirren und aufzulegen und stutzig zu werden, wenn die vorher ach so sicheren Volksfreunde plötzlich zicken und keifen, drohen und motzen, weil man an den Fäden ihres Lügengewirres zupft. Selbst zu denken immer wieder neu zu überlegen, seine Logik nicht im Namen der Freiheit in ein Gefängnis aus Dogmen zu zwängen.

Oder, um es mit den Worten von George Orwell zu sagen:

"Freiheit ist, sagen zu dürfen, dass zwei plus zwei gleich vier ist."

(Alle literarischen Zitate aus: George Orwell, "1984")

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