Gefahr von oben...

Seit dem Einzug der NPD in mehrere Landtage sollte wohl jedem klar sein, dass sich Rechtsextremismus nicht nur in dumpfen Parolen und Prügeleien äußert.
Die Ausrede, dass es sich lediglich um verwirrte und nicht ganz helle Jugendliche handelt, die die Bedeutung ihrer Parolen gar nicht richtig verstehen und irgendwann schon wieder zur Vernunft kommen, ist hinfällig.
Vielmehr steht man sich dem Problem gegenüber, dass gut ausgebildete, zu den künftigen Intellektuellen gehörende junge Erwachsene sich mehr und mehr mit dem rechten Gedankengut identifizieren und dieses mit Hilfe von „nicht blöd“ klingenden Argumenten in die Mitte der Gesellschaft pflanzen.
Ein Versuch der Rechten, mehr solcher Jungakademiker für ihre Sache zu gewinnen ist die 2005 von Jürgen Gansel propagierte Dresdner Schule. In Anlehnung an die Frankfurter Schule, die für alle heutigen Probleme verantwortlich gemacht wird, versteht sie sich als „geistig-politische“ Gegenfront dieser.
Der Hauptakteur ist Jürgen Gansel. Der jetzige Landtagsabgeordnete der sächsischen NPD war zuvor Mitglied bei der JU, der CDU und einigen Burschenschaften.
In seiner Erklärung zu „Wesen und Wollen der Dresdner Schule“ propagiert er seine Verschwörungstheorie der Frankfurter Schule gegen das Deutsche Volk. Diese habe das Handeln der Machthabenden durchsetzt und verfolge das Ziel, die Menschen zu entwurzeln und zu willenlosen Konsumsklaven zu degradieren.
Er spricht von „Ethnosuizid“ aufgrund der kulturellen Durchmischung und versucht eine Abschiebung aller Ausländer sogar in ihrem Namen zu rechtfertigen.
„Die Globalisten wollen das Pluriversum der Volks-, Kultur- und Religionsgemeinschaften durch das Universum einer gleichgeschalteten Krämerzivilisation ersetzen, in der es nur noch entwurzelte und identitätslose Konsumzombies gibt. Sie fördern globale Völkerwanderungen, um die Homogenität der Völker und damit die wunderbare Heterogenität der Welt in einem großen Schmelztiegel zu beseitigen.“
Was die Dresdner Schule dem liberalistischen System, das „die Staatlichkeit zwischen den Mühlsteinen des pluralistischen Interessenkampfes“ zerreibt, entgegensetzen will, gibt sie ganz offen zu verstehen:

„An die Stelle des liberalen Parteienregimes will die „Dresdner Schule“ eine Volksherrschaft setzen, die diesen Namen auch verdient. Das setzt die Wiederherstellung des deutschen Staatsvolkes und des deutschen Nationalstaates als natürliches Fundament und Instrument der Selbstregierung der Deutschen voraus.“

Damit macht die NPD, deren „Denkfabrik“ ja die Dresdner Schule ist, ganz klar ihre Verfassungsfeindlichkeit deutlich und gibt uns zu verstehen, was sie ansonsten ihren bürgerlichen Wählern lieber verschweigt.
Weg von Individualität, Freiheit und Minderheitenschutz, hin zur Gleichschaltung der Gesellschaft nach Vorbild des Dritten Reichs.

- Und sowas sitzt in unseren Parlamenten!!!

Frankfurter Schule: Als die Frankfurter Schule wird die Kritische Theorie bezeichnet, die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno im Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universtität in Frankfurt am Main begründet worden war. Ihre Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen prägte die deutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre stark.

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