skingirlDer Frauenanteil in rechten Cliquen und Gruppierungen beträgt zwischen 20-30%, die weiblichen Angehörigen der Skin-Szene nennen sich selbst häufig Skingirls oder Renees. Innerhalb der rechten Szene gibt es Frauen, die aus Überzeugung lieber im Hintergrund bleiben und die ihren Beitrag in der Unterstützung der Männer sehen. Andererseits gibt es auch Frauen, die sich mehr an Werten wie Mut, Stärke und Tapferkeit orientieren und gemeinsam mit den Männern gewalttätig werden.
Was die Kleidung betrifft, so kennzeichnen sich Renees durch ein spezielles Outfit und eine bestimmte Frisur. Ihre Haare sind am Hinterkopf kurz rasiert, sehr auffällig ist auch das lange, strähnige Deckhaar an der Stirn. Ihre Kleidung ähnelt zum Teil stark der der Männer, sie tragen Springerstiefel, Jeans und Bomberjacken. Eine andere Variante ist der sogenannte Vamp-Look mit zerrissenen Kleidern, Netzstrumpfhose und Minirock. Natürlich gibt es in der rechten Szenen auch sehr viele Frauen, die ganz normal gekleidet sind und mit dem rechten Standardoutfit nichts anfangen können.

pfeile5 Spektrum

Frauen engagieren sich in rechten Organisationen wie dem Freien Mädelbund oder in Frauenorganisationen des rechten Parteispektrums. Daneben gibt es Zeitschriften von rechten Frauen für rechte Frauen wie „Triskele“, deren Untertitel „… es ist auch unser Kampf“ soll „dazu ermuntern, politisch aktiv zu werden“, denn auch „die Frau“ kämpfe „wie der Mann, für unser Volk und unsere Heimat“. Medizinisch Interessierte können dem Braunen Kreuz oder der Hilfsgemeinschaft Nationaler Gefangener (HNG) beitreten.
Die Skingirl-Organisation „Skingirl Freundeskreis Deutschland (SFD)“ hat sich 2000 selbst aufgelöst. Auf der Internetseite von „die-kommenden.net“ wird den ehemaligen Mitgliedern des SFD empfohlen, sich an einem Ex-Mitglied ein Beispiel zu nehmen: Christiane aus Neumünster, Betreiberin des Club 88. Sie gehöre zu den Frauen, „die zu jeder Opfertat bereit sind“. Die „Renee Kameradschaft Deutschland (RKD)“ hat dagegen kaum Akzeptanz in der rechten Szene gefunden.
Ein Flügel von Frauengruppen wie etwa die weibliche Kameradschaft der inzwischen verbotenen "Fränkischen Aktionsfront" spricht sich verstärkt für die absolute Entscheidungsfreiheit der Frauen aus. Sie sollen zwischen Beruf und Familie wählen können, auch wenn dann die Männer die Pflege der Kinder übernehmen müssten. Das strikte Abtreibungsverbot aller rechten Parteien wird von ihnen zum Teil heftig kritisiert. Sie sehen darin männlich verordnete Lebensentwürfe, mit denen sie sich nicht identifizieren wollen.

Ein weiterer Flügel findet seine intellektuelle Basis bei der Schriftstellerin Sigrid Hunke, die einen völkisch motivierten und an germanischer Mystik orientierten Feminismus vertrat. Sie schrieb für die rechtsextreme Zeitschrift „Elemente“, war ständige Mitarbeiterin des neurechten Intellektuellenzirkels „Thule-Seminar“ und beeinflusste bekannte Vertreter der so genannten Neuen Rechten wie Alain de Benoist maßgeblich.

pfeile5  Gewalt

Frauen innerhalb der rechten Szene werden in Publikationen oft als bloße unpolitische Anhängsel der Männer dargestellt. Ihnen wird zum einen eine niedrigere Gewaltbereitschaft unterstellt sowie eine geringere Identifikation mit der stark männlich geprägten nationalistischen Ideologie. Auch wenn beides durch Studien belegt worden ist, darf man den Einfluss der Frauen in der rechten Szene nicht unterschätzen.

Ca. 6% der Frauen in der rechten Szene gelten als gewalttätig. Dies bedeutet nicht, dass sie an Angriffen auf Ausländer oder sonstige Vertreter von Minderheiten generell weniger beteiligt wären. Sie werden vielmehr als Anstifterinnen im Hintergrund auffällig.

pfeile5  Frauenbild

Männer und Frauen gelten in der rechten Ideologie nicht als gleich, sondern als „gleichwertig“. Das bedeutet, Männern und Frauen werden verschiedene Lebensaufgaben zugewiesen. Die Frau soll sich mit „dienender Fürsorglichkeit“ der Versorgung der Familie widmen. Statt unabhängig und berufstätig zu sein, soll sie sich um Heim, Herd und Aufzucht möglichst vieler Kinder kümmern. Zentrale Bestimmung der Frau ist die Erhaltung der „weißen“ oder „germanischen Rasse“, die „Gesunderhaltung des deutschen Volkes“ und die Bewahrung der „naturwüchsigen deutschen Tugenden“. Das Recht jeder Frau auf Selbstbestimmung wird dem untergeordnet.
Das Frauenbild, das rechte Parteien und Organisationen verbreiten, verbindet sich in der Skin-Szene eng mit Mackerkult und Sexismus. Die Männer betrachten die Frauen in der Szene vor allem als Sexualobjekte. Doch auch die Skingirls/Renees selbst haben offenbar stark auf Sexualität bezogene Vorstellungen von ihren Beziehungen zu Männern.

Gender

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