Spektrum/Outfit

Wie in jeder Jugendbewegung oder Subkultur gibt es auch in der Skinheadszene die unterschiedlichsten Strömungen. Das große Problem für Außenstehende ist deren Unterscheidung, d.h. wie erkenne ich, ob ein Skin eine rechte oder linke Gesinnung hat. Es ist eine Tatsache, dass "Skinhead" zu sein nicht unbedingt Rassist oder Faschist bedeutet! Wir haben für Euch einige Unterscheidungskriterien gesammelt und zusammengestellt.

»Sharp-Skin«
»Skinhead against racial prejudice« bedeutet »Skinhead gegen rassistische Vorurteile«. Ein Sharp-Skin grenzt sich politisch vom Rechtsextremismus ab, geht aber, wenn es seiner Meinung nach nötig ist, auch mit Gewalt gegen »Rechte« vor, um z.B. Asylbewerberwohnheime vor Brandanschlägen oder sonstigen Übergriffen zu schützen. Die Ende der 80er Jahre entstandene Bewegung zieht einen klaren Trennstrich zur Nazi-Skin-Bewegung.

»Oi!-Skin«
Es gibt widersprüchliche Erklärungen dafür, wie das "Oi!" entstanden ist. Die nationalsozialistische Parole »Kraft durch Freude« lautet ins Englische übersetzt »strength through joy«. Die Endbuchstaben von »joy« ergeben in Lautschrift das »Oi!«. So sehr dieser Spruch belastet ist, allein betrachtet steckt darin: "Du bist stark, wenn Du Spaß hast". Eine andere Erklärung: Das "Oi!" soll fest mit den Londoner Skinheads verwurzelt sein, der Ursprung könnte auch im Cockney Slang (eine Londoner Mundart) liegen. "Oi!" als Kampfruf der Skinheads, mit der Aussage: "Ich hab´ Dir was zu sagen!" Das "Oi!" ist das Lebensgefühl, was die Skinheads ausmacht: Sie haben ihre eigene Musik, lieben alkoholische Exzesse und treten allzugern der spießigen Gesellschaft provokant entgegen. Oi!-Skins bezeichnen sich auch selbst als »Just-for-fun-Skins«. Ein »Oi-Skin« ist allgemein nicht politisch gebunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sein Gedankengut frei ist von allen Feindbildern.

»Redskin«
Skinhead, den man meist an einer roten Bomberjacke, Anti-Nazi-Aufnähern und roten Schnürsenkeln in den Springerstiefeln erkennt. Ein »Redskin« ist ein sozialistisch orientierter, politisch Aktiver, der aufgrund seiner Einstellung der autonomen linken Szene zuzuordnen ist. »Redskins« sehen Skinheads als eine militante Arbeiterjugendbewegung an. Nicht verwechseln darf man diese »Redskins« mit jungen Leuten, die rote, glänzende Jacken mit der Aufschrift »Redskins« tragen. Diese Jacken sind für sich allein kein Nachweis für einen politisch motivierten »Redskin«; die »Redskins« sind auch eine Football-Mannschaft aus Washington/USA.

»Fascho-Skin«
Szene-Begriff für einen nationalistischen Skinhead. In der rechtsextremistischen Skinhead-Szene in den neuen Ländern wird der Begriff »Fascho« oder »Fascho-Skin« häufig für die sogenannten »Scheitel« (Skinhead-Sympathisanten mit hochgekrempelten Jeans, Doc-Martens-Schuhen und kurz geschnittenen Haaren mit Seitenscheitel) verwendet.

»Boneheads«
Eine Gruppierung von rechtsextremistischen Skinheads mit Kahlkopf (Knochenkopf) und der dazugehörigen martialischen Bekleidung: Bomberjacke, Doc-Martens-Stiefel, Braces (Hosenträger), hochgekrempelte Jeans, die zu Beginn der achtziger Jahre in Deutschland in Erscheinung trat. Die »Boneheads« sind der harte, militante Kern der rechtsextremistischen Skinhead-Szene.

»Nazi-Skin« Bezeichnung für »rechte« Skinheads, die hauptsächlich von der »linken Szene« verwendet wird. Innerhalb der Skinhead-Szene, meist in den neuen Ländern, bezeichnen sich manche Boneheads selbst auch als »Nazi-Skin«. Sehr oft sind diese rechtsextremistischen Skinheads an eintätowierten Kennzeichen des Nationalsozialismus (Hakenkreuz, Odalrune, Sigrune, Wolfsangel usw.) oder anderen Zeichen, die in der Szene für eine entsprechende Gesinnung stehen (z.B. Keltenkreuz), zu erkennen.

»Hammer-Skins«
skinheadsDie Hammer-Skins sind eine Strömung innerhalb der rechtsextremistischen Skinhead-Szene. Der Begriff Hammer-Skins wurde erstmals 1992 in deutschen Skinhead-Publikationen erwähnt. Das Entstehen solcher Gruppierungen läßt sich auch in anderen Europäischen Ländern beobachten. Ihr Motto ist: 'We must secure the existence of our people and a future for white children.' (Wir müssen die Existenz unseres Volkes sichern und eine Zukunft für unsere weißen Kinder schaffen.) Insgesamt gesehen stellen die Hammer-Skins mehr eine ideologische, weniger eine organisatorische Bewegung innerhalb der Skinhead-Szene dar. Ihre Mitglieder vertreten rassistisches, in Anklängen nationalsozialistisches Gedankengut. Das Zeichen der Hammerskins besteht aus zwei gekreuzten Zimmermannshämmern in einer Raute, die den gemeinsamen Kampf der weißen Arbeiter für Volk, Vaterland und Rasse symbolisieren sollen.

»White-Power-Skin«
Ein rechtsextremistischer Skinhead mit typischer äußerer Erscheinung. Er trägt üblicherweise an der Jacke eine weiße Faust, das Emblem der »White-Power-Bewegung«, die sich für eine ethnisch reine Rasse der Weißen stark macht. »White-Power-Skins« sind fremdenfeindlich und antisemitisch eingestellt.

»Gabber«-Szene
Anhänger der »Gabber«-Szene definieren sich in erster Linie über ihren Techno-Musikgeschmack und wähnen sich als die Elite der Techno-Szene. In ihrem äußeren Erscheinungsbild ähneln sie den Skinheads. »Gabber« sind kahlköpfig und tragen Bomberjacken, jedoch keine Springerstiefel, sondern Turnschuhe. Sie sind in der Regel unpolitisch. Dennoch gibt es Überschneidungen zwischen rechtsextremistischen Skinheads und den »Gabbern«.

»Hooligan« / »Hool« hoolkl Jugendlicher oder junger Erwachsener, der hauptsächlich Fußballspiele besucht und kein typisches Skinhead-Outfit besitzt (trägt meist sportlich betonte Kleidung, die bequem ist und viel Bewegungsfreiheit bietet, um im Nahkampf zu bestehen). Er trifft Skinheads bei Fußballspielen, Trinkerfeten und beim Besuch von Skin-Konzerten. Grundsätzlich sind Hooligans als unpolitische, zum Teil gewalttätige und/oder provozierende Fußball-Rowdies von der Skinhead-Szene zu unterscheiden. Dennoch gibt es punktuelle Überschneidungen mit Skinhead-Szenen und vereinzelt auch mit Neonazi-Kreisen. In der Regel befinden sich Hooligans in festen Gruppen, die gezielt Auseinandersetzungen mit anderen Gruppen suchen.

»Renee« / »Skingirl«
Frau in der Skinhead-Szene, deren Haar am Hinterkopf geschoren ist. Im Stirnbereich befindet sich meistens ein Strang längeren Deckhaares. Weibliche Skinheads und Neonazis spielen in der traditionell von Männern geprägten und beherrschten rechtsextremistischen Szene nur eine unbedeutende Rolle. Auch die begrenzten Aktivitäten organisierter »Renee«-Gruppierungen haben hieran bislang nichts ändern können.

»Babyskins«
skingirlSind meist sehr junge »Mitläufer« (zum Teil jünger als 16 Jahre, in Einzelfällen sogar unter 14 Jahre alt) in lokalen Skinheadgruppen, die häufig von älteren Skinheads (»Altglatzen«) zu rechtsextremistischen Taten, z. B. in Form von fremdenfeindlichen Übergriffen oder Propagandadelikten animiert werden. Stigmatisierung, eine entsprechende Identitätsentwicklung sowie eine sich verfestigende rechtsextremistische Kariere der Betroffenen sind häufig die Folge.

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