grauzone
In dem Film „Die Grauzone" von Regisseur Tim Blake Nelson aus dem Jahr 2001 geht es um das Sonderkommando im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Diese aus jüdischen Häftlingen bestehende Einheit war dazu bestimmt, die Gefangenen in die als Duschen getarnten Gaskammern zu führen und die Leichen später in den Krematorien zu verbrennen. Wer sich weigerte, diese Arbeit auszuführen, wurde sofort erschossen.

Im Blickpunkt des Films stehen der jüdische Arzt Miklos Nyiszli, der für den KZ-Arzt Josef Mengele (der für seine grausamen Menschenversuche berühmt war) als Assistent arbeiten muss und somit einen Sonderstatus unter den Gefangenen inne hat, und der SS-Oberscharführer Erich Muhsfeldt. Die beiden führen oft Gespräche. Manchmal bittet der SS-Aufseher den jüdischen Arzt um medizinischen Rat. Muhlsfeldt wirft den jüdischen Gefangenen vor, sich nicht gegen die Abschlachtung zu wehren. Er behauptet, dass es leicht gewesen sei, die Häftlinge dazu zu überreden, im Sonderkommando zu arbeiten, obwohl sie dabei die Ermordung ihrer Mitinsassen erst ermöglichten.

Diese Problematik zieht sich durch den ganzen Film. Das Sonderkommando musste die Menschen in die Gaskammern führen, sie beruhigen, ihnen die Wertsachen abnehmen und sie nach der Vergasung (die aber immer die SS ausführte) in den Krematorien verbrennen. Ist es vertretbar, dass die Häftlinge die Massaker der SS unterstützten, um ihr eigenes Leben zu retten? Oder sollten sie eher den Tod in Kauf nehmen, um die Mordaktionen zu verhindern? Sicher, hätten sich die Gefangenen eher erschießen lassen als irgendeinen Befehl der SS auszuführen, hätte es nie zu einem solchen Massenmord kommen können. Aber in dem Film zeigt sich eine grundsätzliche Eigenschaft des Menschen: Er hat den Trieb, auch in den aussichtslosesten Situationen sein eigenes Leben zu retten und würde alles tun, um zu überleben.

Zur gleichen Zeit bereitet das Sonderkommando einen Aufstand vor. Da diese Einheiten stets nach einer bestimmten Zeit abgelöst und alle Angehörigen des Kommandos ermordet werden, wollen sie möglichst schnell losschlagen. Unterdessen findet ein Häftling in einer der Gaskammern ein junges Mädchen, das die Vergasung knapp überlebt hat, aber völlig traumatisiert ist. Wieder stehen sie vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie das Mädchen retten und dabei ihr Leben oder sogar den Erfolg des Aufstands riskieren oder es mit den Leichen verbrennen? Die Entscheidung ist nicht unumstritten, doch schließlich entscheiden sie sich dazu, das Mädchen vorläufig zu retten. Unterdessen geht der Aufstand los. Zwei Krematorien werden gesprengt, und einige Kämpfer verbarrikadieren sich in einer Baracke. Doch durch ihre militärische Überlegenheit gelingt es der SS in kurzer Zeit, den Aufstand niederzuschlagen. Die Teilnehmer werden ausnahmslos ermordet. Am Ende des Films sieht der Zuschauer, wie das gerettete Mädchen aus dem Tor des KZ´s rennt - und erschossen wird.

Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er die Vorgänge in Birkenau ungeschönt und absolut realistisch zeigt. Er beinhaltet jedoch eine solche Brutalität, dass es den Zuschauer sehr stark belastet. Nicht jeder aus unserer Gruppe konnte sich den Film komplett ansehen, und auch ich war danach ziemlich mitgenommen. Doch gerade diese schonungslose Darstellung gibt wenigstens eine Ahnung von der Dimension der von  Deutschen in Auschwitz verübten Verbrechen.

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