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Im Dezember 2003 begaben wir uns im Rahmen eines Hyperlinks-Seminars in der basa in Neu-Anspach auf eine Spurensuche zur ehemaligen Großmarkthalle in Frankfurt am Main, um deren in der lokalen Öffentlichkeit nur wenig bekannten Geschichte zwischen 1941 und 1945 auf den Grund zu gehen. Auf dieser Seite findet ihr das Ergebnis unserer Forschungen.

Inschrift der Gedenktafel:
Die Großmarkthalle war von 1941 bis 1945 Sammelpunkt für die Deportation jüdischer Männer, Frauen und Kinder aus Frankfurt und Umgebung. Auf Anordnung der Gestapo war ihnen mitgeteilt worden, sie sollten "evakuiert" oder "zum Arbeitseinsatz nach Osten" gebracht werden. Man raubte ihnen die letzte Habe und mißhandelte sie in den Kellern der Halle. Dann wurden sie wie Vieh in Güterwaggons geladen. Die Ziele der Transporte waren meist auch Orte der Vernichtung.

Gedenktafel  
19.10.1941 Litzmannstadt,
11.11.1941 Minsk,
22.11.1941 Riga,
08.05.1942 nach dem Osten,
24.05.1942 nach dem Osten,
11.06.1942 nach dem Osten,
18.08.1942 Theresienstadt,
01.09.1942 Theresienstadt,
15.09.1942 Theresienstadt,
24.09.1942 nach dem Osten,
01.03.1943 nach dem Osten,
16.03.1943 Theresienstadt,
12.04.1943 Theresienstadt,
19.04.1943 nach dem Osten,
16.06.1943 Theresienstadt,
28.-29.10.1943 Auschwitz -Theresienstadt - Ravensbrück - Buchenwald, 08.01.1944 Theresienstadt,
14.02.1945 Theresienstadt
"er pfeift seine Juden hervor, läßt schaufeln ein Grab in der Erde" [aus Paul Celan "Todesfuge"]
Markthalle Markthalle
Markthalle Markthalle
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das jüdische Leben im Ostend ebenso rasch und nachhaltig zerstört wie in allen anderen Stadtteilen, doch es sind auch einige Besonderheiten festzustellen: Dadurch, daß die Nationalsozialisten nach dem November 1938 zunächst die westlichen Stadtteile "judenfrei" zu machen begannen, sowie durch den verstärkten Zuzug von Juden aus kleineren Städten und Gemeinden aus der Region erhöhte sich der Anteil der jüdischen Bevölkerung im Ostend, und es entstanden hier so etwas wie "Judenhäuser". Das Vorgehen der Nationalsozialisten während des Novemberpogroms war im Ostend brutaler als im übrigen Stadtgebiet. Später diente die Großmarkthalle als zentrale Sammel- und Abfahrtsstelle für die Transporte in die Konzentrations- und Vernichtungslager. Infos aus: juedischesmuseum.de
Bahn
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Warum steht ein Gebäude wie die Großmarkthalle eigentlich unter Denkmalschutz?
Erstens wegen des berühmten Architekten Martin Elsässer.
Zweitens wegen der Bauart: Die Markthalle war zu ihrer Entstehungszeit der größte freitragende Hallenbau Europas", weiß Christian. Schüler der Klasse 8a der Ziehenschule in Frankfurt.
"Außerdem wurde sie während des Zweiten Weltkriegs als Sammellager für die Deportation der Frankfurter Juden benutzt", fügt sein Mitschüler Ramin hinzu.
FAZ 30.4.2003 S.47
Bahn Keller
1941- 45
Ab Herbst mußten Juden in der Öffentlichkeit den gelben Stern auf der linken Brustseite tragen. Im Jahr 1941 begannen in Frankfurt auch die großen Deportationen nach Theresienstadt, Lodz, Izbica, Majdanek, Minsk, Kaunas und Auschwitz. Sammellager war die Großmarkthalle an der Hanauer Landstraße.
Von den 10.600 aus und über Frankfurt Deportierten erlebten 1945 weniger als 600 Menschen die Befreiung. Vom November 1938 bis zum offiziellen Auswanderungsverbot am 23. Oktober 1941 emigrierten etwa 7.000 Frankfurter Juden.
Mit einem jüdischen Bevölkerungsanteil von 4,7% hatte Frankfurt vor Hitlers Machtübernahme an der Spitze der deutschen Großstädte vor Berlin und Breslau gestanden.
Im Jahr 1943 verkündete Gauleiter Sprenger, Frankfurt sei "judenfrei".
von: www.gedenkstaette-bettinaschule.de
Keller Keller

Die 8 steht für den achten Buchstaben aus dem Alphabet, also HH,
"Heil Hitler"

gefunden in der Großmarkthalle.

88 88

Enstanden während dem Hyperlinks-gegen-Rechts-Seminar im Dezember 2003

Titel: "Intoleranz"

Intolleranz

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