Das alte Nürnberg Die Stadt Nürnberg verdankt ihre schnelle Entwicklung im Mittelalter der idealen Lage nuernbergihrer 60m hohen Burg, die der salische Kaiser Heinrich III. in dieser Zeit als Verwaltungssitz errichten lässt. Die Königsburg wird "Nuoremberc" (aus "Nuor"= "Nackter Fels") genannt. Sie entwickelt sich zu einer der bedeutendsten Burgen im Mittelalter. Auch die Stadt wächst schnell durch die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten in dem Gebiet zwischen Burg und Fluss. Im Jahr 1219 macht Kaiser Friedrich II. Nürnberg zur freien Reichsstadt. Durch die "Goldene Straße" nach Prag wird die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum und zur größten kulturellen und wirtschaftlich mächtigen Stadt Frankens. Karl IV. legt im Jahr 1356 fest, dass jeder Kaiser den ersten Reichstag nach seiner Wahl in Nürnberg abhalten sollte. Durch Kaiser Ludwig den Bayern erhält Nürnberg "auf ewige Zeiten" die Reichskleinodien (Krone, Zepter, Lanze, Kreuz,Apfel). Im 16. Jahrhundert tritt die Stadt der Reformation bei. 1835 wird die erste Eisenbahnlinie Deutschlands zwischen Nürnberg und Fürth eingeweiht.

Nürnberg, Stadt der Reichsparteitage Seit 1927 finden die Reichsparteitage in Nürnberg statt. Sie ist posterseit 1935 offiziell die "Stadt der Reichsparteitage" und ist neben Berlin, Hamburg, München und Linz eine der fünf deutschen Führerstädte. Die Entscheidung der NSDAP für Nürnberg hat verschiedene Gründe:

Die Freie Reichsstadt war in Mittelalter eine der wichtigsten Zentren in Deutschland. Hitler konnte damit eine Verbindung zwischen dem Ersten (Heiligen Römischen Reich Deutsche Nationen) und dem Dritten Reich aufbauen.

Die Stadt hatte eine lange Tradition erzkonservativen Denkens. Seit den zwanziger Jahren hat Julius Streicher dort seine Zeitung "Der Stürmer" herausgegeben, in der er scharfe Angriffe gegen Juden und die Weimarer Republik veröffentlicht hat. Außerdem hatte Hitler hier kein Redeverbot und eine entgegenkommende örtliche Polizeibehörde.

Die Lage von Nürnberg passte zu Hitlers Plänen: Die Stadt lag im Zentrum Deutschlands, mit günstigen Verbindungen mit anderen deutschen Städten, hatte viel Platz sowie die Luitpoldarena, eine große Anlage in der Nahe der Altstadt, in der große Veranstaltungen stattfinden konnten.

Ablauf der Reichsparteitage Nurnberg26Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurden die Reichsparteitage zu "Reichsparteitagen des deutschen Volkes" umbenannt und waren bis 1938 die größten Massenveranstaltungen des NS-Regimes. Jedes Jahr hatten sie ein bestimmtes Motto: Parteitag des Friedens (1933), der Einheit und Stärke (1934), der Freiheit (1935), der Ehre (1936), der Arbeit (1937), Großdeutschlands (1938) und des Friedens (1939, abgesagt wegen Beginn des 2. Weltkrieges).

Der Verlauf der Parteitage fing an mit dem Eintreffen Hitlers in Nürnberg. Der Führer wurde von einer fanatischen Menschenmenge begrüßt, und die ganze Stadt war mit Hakenkreuz-Fahnen geschmückt. Am zweiten Tag wurde der Kongress offiziell mit Reden von Rudolf Heß und Hitler in der Luitpoldhalle eröffnet. Im Zentrum der nächsten Tage standen die verschiedenen Partei- und Staatsorganisationen: "Tag des Reichsarbeitsdienstes", "Tag der Hitlerjugend", "Tag der Sturmabteilungen" (SA, SS), "Tag der Wehrmacht" usw. Besonders beliebt waren die in der Nacht von Albert Speer inszenierten Lichtspiele (vor allem der so genannte "Lichtdom"). Außerdem gab es verschiedene Kongresse und Veranstaltungen, darunter die "nationalsozialistischen Kampfspiele".

 

Mit diesen Veranstaltungen wollten die Führer der NSDAP bestimmte Ziele erreichen:

Eine Hauptrolle spielte die Indoktrinierung und die zentrale Ausrichtung der nationalsozialistischen Bewegung auf Adolf Hitler. Dies wurde erreicht durch eine Mischung aus geplanter Inszenierung und pseudoreligiösen Elementen (Lichteffekte, Blutfahnenritual usw.). Die Teilnehmer marschierten an ihm vorbei, hörten seiner Rede zu und wurden so auf ihn eingeschworen.

Die Reichsparteitage waren die ideale Gelegenheit, um die propagandistische Fähigkeit der NSDAP (insbesondere Goebbels') zu erproben. Leni Riefenstahl erhielt den Auftrag, einen Film über den Reichsparteitag von 1934 zu drehen ("Triumph des Willens").

erdem wurden aktuelle politische Initiativen der NSDAP vorgestellt. Zum Beispiel wurden 1935 die Nürnberger Rassegesetze ("Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" und "Reichsbürgergesetz") veröffentlicht.

Während der Parteitage versuchte die NSDAP, die Kraft des deutschen Volkes und dessen nationalsozialistischer Führung zu zeigen. Sie waren eine Machtdemonstration für die deutsche Bevölkerung, aber auch für die anderen Länder.

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