woell_bild Da Marcel Wöll Mitglied der Butzbacher Stadtverordnetenversammlung, stellvertretender Kreisvorsitzender der NPD im Wetteraukreis, Kreistagsabgeordneter und  Landesvorsitzender der hessischen NPD sowie  Führungskader „der Freien Nationalisten Rhein-Main" und Sprecher einer rechtsextremen „Nachrichtensendung" ist,  darf er getrost als rechtsextremer Funktionär bezeichnet werden. In dieser Funktion tritt er bundesweit als Redner auf rechtsextremen Veranstaltungen auf.

Er ist 24 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau, seinen 2 Kindern und mehreren weiteren bekannten Rechtsextremisten (u.a. Christian Müller,  ehm.Nationale Kameradschaft Frankfurt) in Hoch-Weisel in einem ehemaligen Bauernhof, der zu einem rechtsextremen Schulungszentrum umfunktioniert wurde.

So meldete er auch die umstrittene Demonstration in Frankfurt/Main zur Unterstützung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad an (sie wurde vorher allerdings von der Stadt verboten und fand nicht statt) sowie die Demonstration am 07.07.2007 in FFM.

Gegenüber der Hessenschau gab Wöll eine recht fragwürdige Äußerung über die Zusammenarbeit mit Islamisten zum Besten: „ Es gibt ja auch in der Geschichte viele Beispiele, dass z.B. im 2. Weltkrieg die Waffen-SS mit muselmanischen Verbänden oder auch osteuropäischen Verbände gekämpft hat."

Der iranische Präsident leugnete wiederholt den Holocaust und das Exestenzrecht Israels, dennoch sagte Wöll ganz offen:" Herr Ahmadinedschad hat einige Sachen ausgesprochen, die einfach mal ausgesprochen werden müssen"

Auf die Gegenfrage eines Reporters, ob er den Holocaust öffentlich leugnen würde, wenn das erlaubt wäre, sagte Wöll: „Davon können sie ausgehen"(www.hr.de).

Überfall in Mainz

In der Universität Mainz fand eine Lesung des bekannten Historikers Hannes Heers über die mediale Aufarbeitung der Hitler-Zeit statt.  Doch die Veranstaltung wurde von ca. 15 teilweise vermummten Neonazis gestört, die Parolen schreiend versuchten in den Veranstaltungsraum zu gelangen, dies konnte aber glücklicherweise durch aufmerksame BesucherInnen verhindert werden. Am Eingang des Uni-Gebäudes wurden zwei Neonazis festgenommen. Wöll gehört zwar nicht zu den Festgenommenen, er wurde allerdings als einer der Störer identifiziert. (www.fr-online.de) (FR, 15.11.2006).

Die Woche

Wöll ist unter anderem auch der Sprecher der rechten Nachrichtensendung „Die Woche", die von den Freien Nationalisten Rhein-Main mitproduziert wird. Sie wird regelmäßig ins Internet gestellt und ist  dort abrufbar.

Die 10-15 min. Sendung ist wie die Tagesschau aufgemacht, nimmt jedoch eine rechtsextreme Perspektive ein und erscheint etwa alle 14 Tage.

Auf dem blauen Hintergrund prangt oben rechts die „schwarze Sonne", ein zwölfarmiges Hakenkreuz, das der SS als Symbol diente.

Sein Mitbewohner, Christian Müller, ist dafür als Kameramann bundesweit unterwegs, berichtet von Demonstrationen, Gerichtsprozessen und NPD-Veranstaltungen.

Marcel Wöll als Choleriker

Marcel Wöll leistete sich kurz nacheinander zwei Eklats im Wetterauer Kreistag, die Antworten darauf folgten prompt: Die Staatsanwaltschaft Gießen erhob zweimal Anklage gegen ihn.

1.Eklat

Der  Landesvorsitzende der hessischen NPD muss wegen Volksverhetzung vors Gericht.

Gießen - Die Staatsanwaltschaft Gießen ermittelt wegen Volksverhetzung gegen den hessischen NPD-Landesvorsitzenden Marcel Wöll. Wöll soll als NPD-Mitglied des Wetterauer Kreistages bei einer Kreistagssitzung in Friedberg die Gedenkstätte Auschwitz als "Stätte des sogenannten nationalsozialistischen Terrors" bezeichnet haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Gießen am Dienstag mit. Sie bestätigte damit einem Bericht des Hessischen Rundfunks vom Montagabend. Die Behörde hatte die Ermittlungen aufgenommen, nachdem ein Kreistagsmitglied der Grünen Anzeige gegen Wöll bei der Polizei in Friedberg erstattet hatte. Die Kreistagssitzung war in der vergangenen Woche.

Nach Darstellung des Wetteraukreises soll Wöll in einer Haushaltsdebatte eine Streichung von Kreis-Zuschüssen für Klassenfahrten zu Gedenkstätten in Auschwitz, Buchenwald oder Sachsenhausen verlangt haben. Wöll soll von "Gehirnwäsche" gesprochen haben, die bei solchen Fahrten mit Jugendlichen betrieben werde. Als Reaktion auf die Aussagen von Wöll beschloss der Kreistag, die Zuschüsse für die Fahrten zu verdoppeln. "Vernichtungslager wie Auschwitz als sogenannte Stätten des Terrors zu bezeichnen, ist eine abscheuliche Leugnung des Holocausts", hieß es vom Kreis. Quelle:Dpa, vom 14.03.2007

2. Eklat

Der Chef der hessischen NPD, Marcel Wöll, ist nach Handgreiflichkeiten von einer Sitzung des Wetterauer Kreistages ausgeschlossen worden. Ein Sprecher des Kreises bestätigte heute einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Wöll, der vom hessischen Verfassungsschutz als Neonazi eingestuft wird, ist seit Februar Mitglied des Kreistags in Friedberg. Bei der Sitzung am Mittwochabend wollten Jugendliche - mit Genehmigung des Kreistagsvorsitzenden - Flugblätter für ein Verbot der NPD verteilen. Zeugenaussagen zufolge soll Wöll daraufhin handgreiflich geworden sein.

Ein Mitglied der Jugendorganisation der Linken sagte der "FAZ", er habe Wöll beim Betreten der Zuschauertribüne des Plenarsaals fotografiert. Daraufhin habe Wöll ihn gepackt, die Herausgabe der Kamera verlangt und ihm Prügel angedroht. Ein 20-Jähriger berichtete, Wöll habe ihm mit mehreren Blättern Papier ins Gesicht geschlagen.[...]

Quelle: www.spiegel-online.de vom 29. Juni 2007

Der Butzbacher Nazi Marcel Wöll bleibt weiter unter Druck. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Gießen gegen ihn wegen des Verdachts der versuchten Nötigung

Wetteraukreis-Weiteres Verfahren gegen NPD-Chef Wöll

Die Staatsanwaltschaft in Gießen hat ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den NPD-Landesvorsitzenden Marcel Wöll eingeleitet. Der 24-Jährige, der demnächst wegen Volksverhetzung vor Gericht steht, steht unter dem Verdacht der versuchten Nötigung.

Bei einer Auseinandersetzung vor der Wetterauer Kreistagssitzung in Friedberg vergangene Woche soll Wöll zwei Jugendliche, die Flugblätter verteilten, angegriffen haben. Er habe die Schüler bedroht, um einen Fotoapparat zu erhalten, mit dem die Jugendlichen ihn fotografiert hatten. Wegen der Vorkommnisse hatte der Wetterauer Kreistagsvorsitzende die komplette NPD-Fraktion von der Sitzung ausgeschlossen. Quelle: hr4, Studio Gießen vom 26.6.2006

Update Oktober 2012:

Marcel Wöll hat den Wetteraukreis vor mehreren Jahren verlassen und wohnt aktuell in Sachsen-Anhalt. Er wurde wegen Leugnung des Holocaust im Wetterauer Kreistag zu einer Gefägnisstrafe verurteilt. Der Wetteraukreis hat darufhin eine deutliche Erhöhung der Mittel für Bildungsfahrten nach Auschwitz beschloßen. Der obrige Artikel ist aus dem Jahr 2008.

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